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The Travel Episodes

Die Heimat der TSG 1899 Hoffenheim

Das Dorf der Bundesliga

Jeder in Deutschland kennt dieses Dorf, Zuzenhausen. Es weiß nur fast niemand, dass er es kennt. Sportjournalist und Buchautor Ronald Reng erkundet die Heimat der TSG 1899 Hoffenheim.

Morgens um halb elf ist Zuzenhausen ein Stillleben. Büsche und Bäume hängen weit über das Flüsschen Elsenz. Am anderen Ufer steht das Rathaus, im pragmatischen Stil der Nachkriegsjahre gebaut, die Wand leuchtend blau gestrichen. Nicht einmal die Fahnen vor der Eingangstür, schwarz-rot-gold und weiß-rot gestreift, rühren sich. Alle paar Minuten rollt ein Auto über die Hauptstraße, in der Regel so langsam, als wolle es sich der Abwesenheit von Bewegung anpassen. Ein paar Rentner gehen vorbei, immer einzeln, immer ohne Hast, sehr oft mit Rollator. An der leuchtenden Rathaus-Wand ist ein Schild angeschraubt. Darauf steht: „Erkenne das Richtige, schaffe das Gute.“

Jeder in Deutschland kennt dieses Dorf, Zuzenhausen. Es weiß nur fast niemand, dass er es kennt.

Zuzenhausen ist die Heimat des ersten und einzigen Dorfvereins der Fußball-Bundesliga, der TSG 1899 Hoffenheim. Die Leute denken, Hoffenheim sei das Bundesligadorf, doch tatsächlich residiert der Klub seit 2009 in Zuzenhausen, vier Kilometer von Hoffenheim entfernt, nach Heidelberg ist es eine halbe Stunde. Bekannte aus der Welt des Fußballs hatten mir oft mit einem liebevollen Lächeln von ihren Ausflügen nach Zuzenhausen erzählt, der Südafrikaner Rob Moore zum Beispiel, ein weltweit tätiger Spielerberater, schilderte mir seine Fahrt mit der S5 von Heidelberg nach Zuzenhausen wie eine Abenteuerreise: „Ich habe den Ausstieg verpasst, weil ich nicht glauben wollte, dass ich schon da war. Ich sah doch nur blühende Wiesen und eine leere Straße!“ In den Zeitungen betrachtete ich ein Foto von Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari, der mit einem Eis in der Hand durch Zuzenhausen schlenderte, und da musste ich liebevoll lächeln. Felipão, der Große Felipe, der Weltmeister-Trainer von 2002, kommt aus Brasilien nach Europa, um einen potentiellen brasilianischen Nationalspieler zu besuchen und landet in Zuzenhausen.

Von da an war Zuzenhausen für mich eine Art Sehnsuchtsort.

Was war das für ein Dorf, fragte ich mich. Und: Wie ist das für ein Dorf, wenn plötzlich ein moderner Bundesliga-Verein, eines der führenden Unterhaltungsunternehmen der Republik, mit all seiner hochgetunten Trainingsinfrastruktur, mit all dem medialen Interessen auf der Wiese nebenan landet? Da musste ich hin.

Das Hinweisschild zum Dietmar-Hopp-Sportpark, dem Trainings- und Verwaltungszentrum der TSG 1899, ist in Zuzenhausen genauso groß, genauso gehalten wie das Hinweisschild zur Fahrschule Osswald oder zum Hundeplatz. Bevor jedoch der Sportpark in Sicht kommt, gelangt man, egal ob man mit dem Auto oder der S-Bahn anreist, zum heimlichen Mittelpunkt des dörflichen Lebens: der Tankstelle. In Dörfern ist die Tankstelle kein Ort, an dem man einfach Benzin ins Auto fühlt, sondern ein Treffpunkt. Man sieht sich, man bleibt kurz stehen, um zu plauschen, manche bleiben auch länger, um ein Bier zu trinken oder eine Knackwurst zu essen. Deshalb scheint sich die Angestellte auch nicht zu wundern, dass ich zu Fuß zur Zuzenhäuser Tankstelle komme.
 
 
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Hektisch hefte ich meinen Blick auf das Zeitungssortiment, weil ich mir plötzlich blöd vorkomme, als Tankstellen-Tourist. Scheinbar konzentriert gehe ich das Zeitungsangebot durch, bis meine Berührungsangst verfliegt. Um irgendetwas zu kaufen, nehme ich einen Schokoladenriegel, keine Zeitung, und beginne ein Gespräch mit der Angestellten hinter der Kasse. Sie spricht mit wunderbar weicher Stimme und sanftem osteuropäischen Akzent. Sie ist nicht aus Zuzenhausen.
„Gibt es hier im Ort ein Café?“, frage ich.
„Sie können bei uns einen Kaffee trinken.“
„Äh, danke, aber, also, ich meine, gibt es ein Café, so zum, ähm, Hinsetzen?“
Sie denkt nach.

„Es gibt einen Bäcker. Aber ob Sie sich da hinsetzen können?“

Manche Dörfer haben das Glück, dass sie irgendwann, vor vielen hundert Jahren, zum Ziel wurden: ein Markt- und Handelsplatz, zu dem die Leute aus der Umgebung strömten. Diese glücklichen Dörfer haben einen natürlichen Mittelpunkt, einen Marktplatz. Die meisten Dörfer aber entstanden wohl, weil sie am Wegesrand lagen, auf der Strecke zwischen zwei Städten. Man merkt es noch heute, sie sind an der Hauptstraße entlang gewachsen. Das ist selten pittoresk.

Auch in Zuzenhausen reihen sich an der B45 flache Gasthäuser namens Bierbrunnen mit halb herunter gelassenen Rollläden neben schmucklosen Wohnhäusern. Dann aber geht es scharf ab, hinein zum wirklichen Ortskern. Einzelne Häuser am Flüsschen sind aus Fachwerk gebaut, ein Bauernhof, noch in Betrieb, steht in zweiter Reihe, das alte Schulhaus ist ein wahres Schmuckstück, 150 Jahre alt, in Sandsteinfarbe, mit großen Fenstern, hohe Apfelbäume vor der Tür.

Der Bürgermeister bittet um 8.30 Uhr zum Gespräch. Dieter Steinbrenner, den Schädel kahl rasiert, was ihn mit 65 nicht nur markant, sondern jünger wirken lässt, arbeitet spürbar gerne. Seit 1998 ist er Bürgermeister, hauptberuflich, was für ein kleines Dorf wie Zuzenhausen eine Errungenschaft ist: dass man selbstständig geblieben ist, dass man sich einen hauptberuflichen Bürgermeister leisten kann, bei 2000 Einwohner.

„2200“, korrigiert Dieter Steinbrenner sanft. „Wenn man so klein ist wie wir, darf man die Hunderter noch mitzählen.“

Er vertritt die CDU, aber in dem Zeitungsartikel über seinen letzten Wahlsieg taucht seine Parteizugehörigkeit gar nicht auf. Weil sie keine Rolle spielt, weil er in Zuzenhausen größer ist als eine Partei. Ihn wählten zuletzt 97 Prozent.

Als Steinbrenner in Zuzenhausen geboren wurde, prägten die Felder das Dorf. Vornehmlich Tabak wurde angebaut. Als Rauchen in den Neunzigern offiziell ungesund wurde und also die staatliche Förderung des Tabakanbaus gestrichen wurde, wandelte sich Zuzenhausen zu einer Wohngemeinde. Heidelberg, Mannheim und Walldorf mit dem Firmensitz von SAP sind nah genug, um pendeln zu können.

In der Anfangsszene des Dokumentarfilms „Das Leben ist kein Heimspiel“ von Rouven Rech über den Aufstieg der TSG 1899 Hoffenheim sieht man noch die malerischen Weiden mit krummen Holzpfählen im Nebel, von denen einige dem Neubaugebiet weichen mussten. Wenn also morgens um halb elf das Dorf ein Stillleben ist, ist dies weniger ein Zeichen von Ödnis als ein Hinweis, wie gut es Zuzenhausen geht: Die Leute sind arbeiten.
 
 
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Während Steinbrenner in seiner angenehmen höflichen Art über Zuzenhausen referiert, unterliege ich für einen Moment der Illusion, eine Boomtown zu besuchen, „wir liegen verkehrsgünstig, das darf man schon sagen“, „wir hatten immer 500 bis 700 Arbeitsplätze im Ort“. Und dabei übertreibt der Bürgermeister gewiss nicht. Diese Errungenschaften lassen sich bloß nicht greifen, als ich wieder auf der stillen Straße stehe. Plötzlich, hinter dem schönen alten Schulhaus, unterbricht ein bekanntes Plopp die Ruhe. Ich lausche, das Plopp bringt sofort die aufregenden Erinnerungen der Jugend zurück, tatsächlich, da ist es wieder: Plopp. Warum kommt es aus Norden, das Trainingszentrum der TSG Hoffenheim liegt doch im Süden des Dorfs?

Aber der Fußball rollt in Zuzenhausen in allen Himmelsrichtungen, ein, zwei Straßen hinter dem alten Schulhaus steht noch ein Fußballplatz, das Förderzentrum der TSG Hoffenheim für Jugendspieler – und dort macht es Plopp!, wenn ein Fuß den Ball vehement und gleichzeitig einfühlsam tritt. Eine Jugendmannschaft der TSG Hoffenheim bestreitet ein Testspiel gegen den FSV Offenbach/Pfalz, 14-Jährige, die an einem Mittwochmorgen um elf Fußballspielen dürfen. Es sind Ferien. Die Eltern des Auswärtsteams haben ihre Kinder zahlreich begleitet, denn ein Fußballspiel gegen Hoffenheim ist doch ein Event. Auch wenn es nur die C-Jugend ist.

 

* * *

Im Reich des Fußballs

Am Spielfeldrand die große Welt

Für die Familien der Gastmannschaften ist Zuzenhausen kein Dorf, sondern eine Art Disneyland: Da will man hin!

Bei den Eltern am Spielfeldrand geht es um die ganz großen Themen, und zwar ohne Pause oder Übergang.
„Der DFB hat jeden Profiklub verpflichtet, ein Nachwuchsleistungszentrum zu betreiben.“
„Sonst hätten wir ja gar keine Chance mehr gegen die Engländer mit ihrem Geld.“
„Und gegen die Spanier, die betreiben das auf Basis von Schulden.“
„Die Italiener haben ihr Pokalfinale in China ausgetragen.“
„Wer hat denn dem Dustin sein Haar geschnitten?“
„Das haben wir so kurz schneiden lassen, damit es bis zum Schulbeginn hält.“

„Irgendwie passt die Frisur zum Dustin, irgendwie aber auch nicht.“

„Habt Ihr eigentlich die E-Mail vom Trainer auch nicht bekommen?“
„Doch. Vielleicht ist sie bei dir im Spam gelandet.“
„Spam musst du einfach löschen.“
„Aber von mir ist auch mal eine Mail in den Spam gerutscht.“
„Anschauen und löschen, so ist’s richtig.“
„Manchmal blockieren Spammails den Computer.“
„Wenn du gar nichts mehr aufmachen kannst, das ist für mich ein Anzeichen.“

„Dann musst du die Polizei rufen.“

Ein kleiner Jugend läuft mit dem Halbzeitpfiff strahlend auf das Spielfeld, um dem C-Jugendspieler mit der Nummer 21 von Hoffenheim – der offensichtlich sein großer Bruder ist – eine Trinkflasche zu reichen. Der große Bruder verscheucht ihn genervt. Ist doch schon peinlich, einen kleinen Bruder zu haben, jetzt muss der auch noch aufs Spielfeld laufen, vor allen Leuten! Ist doch alles peinlich; mit 14.

Bild

Die Anwesenheit der Hoffenheimer Fußballprofis ist „für uns wie drei Sechser mit sieben Zusatzzahlen im Lotto“, sagt Bürgermeister Steinbrenner. Dabei hatten sie bereits einen viel besseren Fußballverein als die TSG 1899 im Dorf: Der FC Zuzenhausen spielte „immer ein, zwei Klasse über Hoffenheim“, sagt Steinbrenner. Das war, bevor der SAP-Mitgründer Dietmar Hopp begann, seinen Heimatverein finanziell zu unterstützen und Hoffenheim von der Kreisliga in die Bundesliga aufstieg. Wobei Hopp als junger Hobbyfußballer in der A-Jugend ja auch einmal von der TSG 1899 Hoffenheim zum FC Zuzenhausen gewechselt ist, weil der eben eine bessere Mannschaft hatte.

Aber das nur am Rande.

Als Hoffenheim 2008 in die Bundesliga aufstieg, suchte der Verein einen Platz für ein adäquates Trainings- und Verwaltungszentrum. Die Kreisstadt Sinsheim, wo auch das Stadion entstand, war im Gespräch, Hoffenheim selbst natürlich, Heidelberg und sogar ein Umzug mit Namensänderung nach Mannheim. Bürgermeister Steinbrenner pries Dietmar Hopp ein darbendes Schloss an. Schloss Agnestal am Rande von Zuzenhausen, im 18. Jahrhundert vom Adelsgeschlecht von Venningen im Barockstil erbaut, hatte zuletzt als Diskothek namens Schlössle gedient.

„Zu später Stunde, wenn sonst nirgendwo noch was ging, ging man ins Schlössle. Da war immer was los“, sagt der Bürgermeister, der selbstredend eigenhändig Diskoerfahrungen im Schlössle sammelte. „Für uns Zuzenhäuser war das Pflicht: Egal, wie spät es nachts war, im Schlössle musste man noch auf einen Absacker vorbeischauen.“ Doch Diskotheken überleben selten Generationen, denn die Kinder müssen sich doch von den Eltern dadurch abgrenzen, dass sie in andere Tanzklubs gehen. Um 2005 schloss das Schlössle. Nur noch die Fensterscheiben waren ein nächtliches Ziel; für Jugendliche, die aus Langweile mit Steinen auf das Glas zielten. Dietmar Hopp lehnte das Schloss als Standort seines Bundesligisten dankend ab. „Aber dann kam uns Ralf Rangnick zur Hilfe“, sagt Steinbrenner.

Der Trainer, der die TSG 1899 in die Bundesliga brachte, wollte ein Trainingszentrum fern von jeglichen Aufregungen. Rangnick sah das Schloss, die Weiden, die Dorfstraße und setzte durch, dass die TSG 1899 nach Zuzenhausen kam.
 
 
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Ich verlasse den Ort Richtung Süden, an den Einfamilienhäusern vorbei, einen Hügel hinauf und da liegt es, in wunderbarer Plötzlichkeit, vor mir, wie aus einer Großstadt mitten in den Wiesen gelandet: das Trainings- und Verwaltungszentrum. Rasenplätze bis zum Horizont, moderne Glas- und Chrom-Strukturen, die sich nahtlos an das premiumsanierte Schloss anfügen, eine riesige Maschine namens Footbonaut zum Techniktraining. Das Trainingszentrum bildet einen schönen Kontrast zur dörflichen Umgebung: So wird treffend deutlich, wie kurios es ist, dass dieser Ort, ein Dorf, zur Fußball-Bundesliga gehört.

Der Bundesliga-Aufstieg der TSG Hoffenheim war von Geschrei begleitet worden: Das sei ein Frevel, ein Millionär, der mit seinem Geld einen beliebigen Klub in die Bundesliga einkaufe, ein Retortenprojekt sei das. Solch ein Verein, in dem nur Geldsäcke lägen und nicht die Herzen tausender Fans schlügen, sei der Anfang vom Ende des wahren Fußballs.

Das waren zu erwartende Reflexe, denn zu hassen gehört zur Fußballliebe echter Fans dazu.

Anderseits war es auch verblüffend, dass Hoffenheim nicht differenzierter betrachtet wurde. Denn im Grunde hatte Dietmar Hopp sich doch nur den Tagtraum aller Amateurfußballer erfüllt: Einmal so viel Geld besitzen, dass alles egal ist und den eigenen kleinen Dorfverein, Germania Schwanheim, TSG Sprockhövel, FC Alte Haide, in die Bundesliga bringen.
 
 
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Sieben Jahre später regt die TSG Hoffenheim weniger auf. Selbst jetzt, wo ihr der Abstieg droht, weckt sie im Rest des Landes kaum Häme, eher Gleichgültigkeit. Man hat sich an sie gewöhnt. Auf dem Trainingsgelände aber habe ich noch immer das Gefühl an einem außergewöhnlichen Fußballort zu sein: Diese Abwesenheit von Lärm, von Menschenmassen, stattdessen der Blick über grüne Hügel. Die Umgangsformen entsprechen aber denen aller Profivereine: Die Spieler der zweiten Mannschaft müssen vor dem Sicherheitstor, außerhalb des Trainingszentrums parken. Die Profis dürfen bis vor die Tür fahren.

Kevin Volland, Hoffenheims Mannschaftskapitän und Vorzeigestürmer, trägt schon kurze Hosen und Trikot, als wir uns zu einem Gespräch hinsetzen. In einer Stunde ist Training. Volland ist sich nicht sicher, ob überhaupt einer der Spieler in Zuzenhausen lebt, er glaubt nicht, aber er fragt zur Sicherheit den Pressesprecher. Nein, derzeit keiner. Volland selbst lebte zunächst einige Jahre in Rauenberg, auf der anderen Seite der A6. Vergangenen Sommer ist er, wie die meisten Spieler der TSG Hoffenheim, nach Heidelberg gezogen.

„Dort kann ich zu Fuß ins Café gehen. In Rauenberg war ich eigentlich nur im Supermarkt. Und an der Tankstelle.“

Den Abgang des Torwarts Tom Starke habe er sehr bedauert, sagt Bürgermeister Steinbrenner. Starke wechselte von der TSG Hoffenheim zu Bayern München. Dort ist er dritter Torwart. In Zuzenhausen war er der einzige Hoffenheimer Spieler, der im Ort lebte. Er engagierte sich im Elternbeirat der Grundschule und half beim Kindergartenfest.

Manchmal sehen die Zuzenhäuser die Bundesligaprofis am Flüsschen entlang joggen. Gelegentlich sitzen ein paar Fußballer im Brauerei-Gasthof zum Mittagessen, und beim Zuzenhäuser Weihnachtsmarkt verkaufen bosnische Nationalspieler am Stand der Landfrauen Würstchen. Die Berührungspunkte zwischen dem Dorf und seinem Bundesligaklub sind flüchtig. Doch dass man die Fußballprofis im Ort selten sieht, verstärkt das zauberhafte Gefühl beim Spaziergang durch Zuzenhausen nur:

Die Vorstellung, es könnte gleich ein Nationalspieler an dieser Tankstelle Kaffee trinken, ist schöner und kurioser, als ihn dann einfach nur tanken und schnell weiterfahren zu sehen.

 

* * *

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Ronald Reng, 1970 in Frankfurt am Main geboren, schreibt Romane und Sachbücher, wobei er sich vor allem als Autor von erzählerischen Fußball-Sachbüchern einen Namen machte. Seine Biographie über den verstorbenen Fußball-Nationaltorhüter Robert Enke erhielt 2011 in London den bedeutendsten Sportbuchpreis der Welt, den William Hill Sports Book of the Year Award. Als sein bestes Buch bezeichnet er allerdings sein am schlechtesten verkauftes: den Roman Fremdgänger.

Leserpost

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  • Paul on 3. April 2016

    Einmal war ich bei einem Auswärtsspiel von St.Pauli im Stadion von der TSG. Beim Einlass musste ich sogar die Kette meines Geldbeutels entfernen. Auf Nachfrage wieso das Ganze nötig sei, begegnete mir ein Ordner mit „Ihr seid halt bekannt“, worüber ich doch sehr erstaunt war. Ich bekam eine Nummer und konnte mir die Kette nach dem Spiel wieder abholen. Gefühlt musste jeder St.Pauli Fan an diesem Spieltag etwas von sich zurücklassen. Gewonnen wurde leider trotzdem nicht…
    Ps: Schöner Artikel. Noch besseres Buch.

    Antworten
  • Verena on 3. April 2016

    Was Fußball angeht, bin ich Traditionalist. Gewachsene Strukturen, historische Schlachten und so Kram. Hoffenheim war also nie wirklich mein Ding (auch wenn ich mittlerweile auch bei „gleichgültig“ angekommen bin). Umso toller finde ich diesen Beitrag, der die TSG mal auf eine ganz andere Art und Weise zeigt. Sehr gelungen!

    Antworten
  • Manja on 3. April 2016

    Eine amüsant erzählte Reportage mit einem Blick für die kleinen Dinge. Es hat mir Spaß gemacht diese Episode zu lesen.

    Antworten
  • Marvin on 3. April 2016

    Alles in allem ein schöner Bericht, der doch zeigt, dass in Zuzenhausen wie in vielen anderen Dörfern in Deutschland die Welt noch in Ordnung und nicht immer der Status einer Metropole nötig ist, um sich wohlzufühlen. Der einzige Unterschied zu den anderen vielen, romantischen, wunderschönen Dörfern ist wohl, dass nebenan ein ultramodernes Fußballunternehmen seinem Alltagsgeschäft nachgeht. Ich stelle daher die steile Hypothese auf, dass es ohne die TSG wenigstens genauso schön, ja vielleicht sogar noch schöner, im beschaulichen Zuzenhausen wäre.

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  • Bernd Schlesinger on 5. April 2016

    Zuzenhausen ist präzise getroffen. 2200 unaufgeregte Einwohner und 11 tipp-top Sportplätze (7 x Naturrasen, 4 x Kunstrasen). Selbst auf dem kleinen Park zwischen Bahnhof und B45 ist künstlerisch eine Fußballszene mit 11 Spielern, Fallrückzieher und Torwartparade inszeniert. Schade, dass Ronald Reng nicht das Café des Mühlenbäckers am Mühlweg an der Elsenz, gleich hinter dem Jugendförderzentrum, empfohlen wurde. Dort gibt es kräftiges Holzofenbrot und vor allem den „besten Bienenstich der Welt“ – so meint zumindest die Sportredaktion der Lokalpresse. Wenn die Hoffenheimer Profis gut trainiert oder überraschend gesiegt haben dann wird eine Trainingseinheit auch mal zum Mühlenbäcker verlegt. Zuzenhausen hat den Traum eines jeden Dorfes verwirklichen dürfen: Wir sind Bundesliga!

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  • Enno Jochen Zerbes on 6. April 2016

    Tolle Reportage. Habe jede Zeile genossen. :-)

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  • Oliver Hanemann on 10. April 2016

    Ein toller Bericht der Lust auf mehr macht, Danke!

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