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The Travel Episodes

Heimkehr

Das Ende einer Reise

Einein­halb Jahre leben aus dem Ruck­sack, immer in Bewe­gung. Aylin Berk­tas und Stefan Krie­ger erken­nen: Die Rück­kehr macht mehr Angst als der Aufbruch.

Zurück in Deutsch­land. Einein­halb Jahre sind wir gereist. Unun­ter­bro­chen. Wir kehren voller Eindrü­cke zurück. Haben gemein­sam Höhen und Tiefen des Reise­le­bens durch­lau­fen. Wir pfleg­ten einen Lebens­stil, der sich radi­kal unter­schei­det von unse­rem Leben vor der Reise, das von Routine geprägt und von unse­ren Jobs domi­niert war.

Einein­halb Jahre schrie­ben wir regel­mä­ßig Reise­be­richte, versuch­ten zu reflek­tie­ren und auch dem ganzen Gefühls­cock­tail des Lang­zeit­rei­sens Ausdruck zu verlei­hen. Jetzt sind wir wieder daheim.

In der Regel enden Reise­be­richte dort, wo die Reise aufhört. Doch dies­mal nicht.

Die Reise ist eine Zäsur. Es gibt nun ein Vorher und ein Nach­her. Und alles dazwi­schen.“

 
 
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Gerade jetzt, finden wir, tun sich doch die span­nends­ten Fragen auf. Hat uns die Reise verän­dert? Was hat sie uns gelehrt? Worauf freuen wir uns jetzt? Wovor haben wir Angst? Was bedeu­ten für uns eigent­lich die Begriffe „Fern­weh“ und „Heimat“, mit denen in Reise­be­rich­ten so gerne jongliert wird?
 
 

Warum sind wir losgezogen?

Reisen ist ja zunächst ein recht vages Konzept: Verschie­dene Menschen reisen aus verschie­de­nen Grün­den, etwa um kultu­relle Erfah­run­gen zu machen oder um sich zu erho­len. Erst aus dieser indi­vi­du­el­len Moti­va­tion heraus wird das Reisen zur sinn­vol­len Hand­lung. Viele Fern­rei­sende spüren gerne dem größt­mög­li­chen Gegen­satz zum Vertrau­ten nach.

Mich treibt vor allem eines an: der Abgleich der Reali­tät mit meinen eige­nen Wirk­lich­keits­vor­stel­lun­gen. Immer wieder auf dieser Reise wider­leg­ten neue Erfah­run­gen die vorherr­schen­den Bilder in meinen Kopf. Natür­lich war meine Moti­va­tion auch, an dieser Reise persön­lich zu wach­sen. Die Idee: Mich auf unbe­kann­tem Terrain zu bewei­sen und dadurch Gren­zen zu verschie­ben.

Gelebte Freiheit

Unser Reis­erhyth­mus war wie wir: unstet. Mal sind wir schnell gereist, zeit­weise aber auch extrem lang­sam. Im Vorfeld legten wir nur eine grobe Route für die ersten Monate fest, was sich als glück­li­cher Schach­zug heraus­stellte. So stan­den wir prak­tisch schon mit einem Bein in Indien, als wir, einem spon­ta­nen Instinkt folgend, kurzer­hand nach Nepal abdreh­ten. Es stellte sich heraus, dass das Reisen für uns sehr viel mit geleb­ter Frei­heit zu tun hat. Die unbe­grenzte Selbst­be­stim­mung und vor nieman­dem die eige­nen Entschei­dun­gen recht­fer­ti­gen zu müssen, machte unser Projekt Welt­reise so reiz­voll.

Lang­zeit­rei­sen werden oft zu Selbst­fin­dungs­trips hoch­sti­li­siert, was auf unsere Reise­mo­ti­va­tion nicht zutraf. Klar, wir woll­ten unse­ren Hori­zont erwei­tern. Wir woll­ten schlicht­weg mehr Dinge wissen und können als vorher. Aller­dings muss­ten wir kein trau­ma­ti­sches Ereig­nis verar­bei­ten oder uns auf die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät bege­ben.

Wir waren vor der Reise schon glück­li­che Menschen und sind es jetzt immer noch.

Trotz­dem tat sich plötz­lich unheim­lich viel Zeit vor uns auf, als wir quasi über Nacht raus waren aus der viel­zi­tier­ten Tret­mühle. Diese gewon­nene Zeit war ein echter Segen: nach und nach wurden wir ruhi­ger, gelas­se­ner, als wir begrif­fen, dass wir tatsäch­lich keine äuße­ren Zwänge mehr hatten. Die freie Zeit eröff­nete plötz­lich auch Frei­räume im Kopf: So entstan­den und wuch­sen neue Hobbies, wir philo­so­phier­ten stun­den­lang über dieses und jenes.
 
 
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Als wir die Reise plan­ten, hatte ich spek­ta­ku­läre Bilder vor Augen: Wir am Traum­strand, wir im Hoch­ge­birge, wir im Dschun­gel. Ich war hoch­mo­ti­viert, wollte einfach alles machen, alles erle­ben, alles aufsau­gen. Das ist ja auch erst einmal rela­tiv normal: Gren­zen­lose Vorfreude auf diese, so dachte ich damals, Once-in-a-lifetime-Erfahrung. Klar, ich hatte es vorher nicht voll­kom­men ausge­blen­det, doch während der Reise wurde immer klarer: Niemand schlägt sich die ganze Zeit durch den Dschun­gel oder stapft im Schnee­sturm im Gebirge umher. Viel Zeit verwen­de­ten wir auf alltäg­li­che Dinge. Besorg­ten uns was zu essen, such­ten eine Wäsche­rei oder „gingen kurz ins Inter­net“.
 
 
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Es liegt ja in der Natur des Reisens und ist dennoch eine erwäh­nens­werte Erkennt­nis: die stete Fort­be­we­gung wirft immer wieder sehr grund­le­gende Fragen auf. 

Wo schlafe ich? Was esse ich? Wem kann ich vertrauen?

Kombi­niert mit der Tatsa­che, dass die rein geogra­phi­sche Orien­tie­rung paral­lel erfol­gen muss, kostet das mehr Kraft als mir vorher bewusst war. Sowohl die Absti­nenz von Routine als auch von Vertrau­tem unter­schätzte ich. Wenn jeder Tag anders ist, wenn es keine festen Struk­tu­ren im Leben gibt, kann das sehr ermü­dend sein. Mit zuneh­men­der Reise­dauer schu­fen wir, eigent­lich unbe­wusst, kleine Oasen der Bestän­dig­keit: Filme auf dem PC schauen, selber kochen, lange Kaffee trin­ken, schrei­ben…

Was mir zuneh­mend schwer­fiel: Weiter­zu­zie­hen, wenn gerade etwas Schö­nes entsteht; sei es eine Freund­schaft, eine Lieb­lings­bar oder wenn ich meinen Rhyth­mus in einer neuen Umge­bung gefun­den hatte. Mit zuneh­men­der Reise­dauer verlor ich die Lust, stän­dig wieder bei Null anzu­fan­gen. Auch wenn die Menschen, die wir kennen­lern­ten, noch so nett waren – ich sehnte mich nach denen, die mich schon kennen, bei denen ich an etwas anknüp­fen kann, eine gemein­same Geschichte teile.

* * *

Kapitel 2 / Stefan

Erkenntnisse

Was bleibt von einer Reise? Und gibt es sie über­haupt, die ganz großen Reise­er­kennt­nisse?

Es ist schwer zu sagen, welche Persön­lich­keits­ent­wick­lun­gen auf die Reise zurück­zu­füh­ren sind. Wir wären ja (hoffent­lich) in unse­rer Entwick­lung nicht einfach stehen­ge­blie­ben, wenn wir die letz­ten einein­halb Jahre in Deutsch­land verbracht hätten. Man gewinnt ja „auch so“ stetig an Lebens­er­fah­rung. Auf einer Lang­zeit­reise bewegt man sich aller­dings auf einem dafür beson­ders frucht­ba­ren Nähr­bo­den. Deshalb haben wir in diesem Kapi­tel ein paar Erkennt­nisse zusam­men­ge­tra­gen, die nur während dieser Reise möglich waren. Eins vorweg: es gab so viele Erkennt­nisse, dass man sie unmög­lich alle zusam­men­tra­gen kann. Je mehr wir reis­ten, umso größer und umso reicher wurde die Welt. Wir haben vor allem gelernt, dass es noch viel zu lernen für uns gibt. 

Die gesell­schaft­li­che Erkennt­nis

Endlich normale Probleme

Als Ange­hö­rige der west­eu­ro­päi­schen Wohl­stands­ge­sell­schaft haben wir in unse­rem Alltag mit eher abstrak­ten Schwie­rig­kei­ten zu kämp­fen. Wie kann ich die Zahlen im Meeting verant­wor­ten? Hol´ ich mir einen Mac oder einen PC? Lohnt sich die Geträn­ke­flat im Fitness­stu­dio? So unge­fähr – grob verein­facht gesagt. 

Auf Reisen ist man gezwun­gen, sich mit echten, realen Proble­men oder Bedro­hun­gen ausein­an­der­zu­set­zen. Ist mir mein Gegen­über wohl­ge­son­nen? Wie verstän­dige ich mich, wenn keiner meine Spra­che spricht?

Wie reagiere ich, wenn mich jemand über­fällt? Beißen mich in diesem Bett Wanzen? Man ist oft, vor allem unbe­wusst, damit beschäf­tigt, Antwor­ten auf solche Fragen zu finden. Genau an diesem Punkt kommen viele Erkennt­nisse zusam­men. Zum einen ist es bemer­kens­wert, wie weit unsere vertraute Gesell­schaft zuhause entfernt ist von natür­li­chen, realen Heraus­for­de­run­gen, die die Menschen anderswo beschäf­ti­gen. Man hat Kennt­nisse in Excel, jedoch keine Ahnung wie man über­lebt, wenn eine Meute aggres­si­ver Stra­ßen­hunde auf einen zu rennt.
 
 
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Zum ande­ren liegt grund­sätz­lich viel Aufre­gung darin, sich auf welche Art auch immer derart ursprüng­li­chen Heraus­for­de­run­gen zu stel­len: wenn man unsi­cher wird, gewisse Situa­tio­nen schwer „lesen“ kann, weil man in der Kultur fremd ist. Doch hier entste­hen genau die Geschich­ten, die man rück­bli­ckend am span­nends­ten findet, die auch die Inten­si­tät einer Reise maßgeb­lich prägen. 

Wir liefen bereits zwei Stun­den durch die Dunkel­heit, offen­sicht­lich hatten wir uns verlau­fen, als ein Auto dicht an uns heran­fuhr. Der Fahrer bot uns an einzu­stei­gen, doch wir konn­ten schwer einschät­zen wie vertrau­ens­wür­dig er war.“ So etwas erzählt man sich noch Jahre später. „Wir nahmen die Fähre zur Liberty Island. Die Frei­heits­sta­tue sah beein­dru­ckend aus“ dage­gen löst kaum Emotio­nen aus. Ist es nicht irre, dass die Rand­no­ti­zen, die vom Schei­tern, von Bedro­hun­gen und von Unsi­cher­heit erzäh­len, span­nen­der sind als jene Erleb­nisse, wegen der wir die Reise über­haupt ange­tre­ten hatten? 

*

 
 
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Die trau­rige Erkennt­nis

In der Fremde ist man selbst der Fremde

Als Reisen­der bewegt man sich immer in einem Vakuum. Ganz gleich, wie gut die Vorbe­rei­tung auf das Reise­land war, wie viel Reise­li­te­ra­tur vorher studiert wurde, man wird immer als Frem­der wahr­ge­nom­men und dementspre­chend anders behan­delt. Das ist auch zunächst mal nicht schlimm und zum Glück wurden wir über­all auf der Welt warm­her­zig und offen empfan­gen. Letzt­lich ist jedoch die reifste Erkennt­nis, die man nach dem Besuch einer frem­den Kultur erlan­gen kann, oft die der eige­nen Unwis­sen­heit. Man kann beob­ach­ten, sich unter­hal­ten, sich „ein Bild“ von der Lage machen. Doch bleibt man ein Betrach­ter von außen und inter­pre­tiert ledig­lich aus dem eige­nen Erfah­rungs­schatz, der eige­nen Sozia­li­sa­tion und damit aus der eige­nen Beschränkt­heit heraus. Aussa­gen wie „Die Menschen hier sind total glück­lich, obwohl sie so wenig besit­zen“, halte ich für sehr gewagt. Es gibt Ethno­lo­gen, die jahre­lange Forschungs­auf­ent­halte in frem­den Kultu­ren nahezu ergeb­nis­los abbra­chen, da sie als Fremde keinen echten Zugang fanden. 

*

 
 
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Die Selbst­er­kennt­nis

Wir mögen Äpfel, Birnen und exotische Früchte

Das Inter­net ist voll von Reise­ty­po­lo­gien. Es scheint, als solle sich jeder irgendwo zuord­nen, sobald er aufbricht. Back­pa­cker? Flash­pa­cker? Couch­sur­fer? Pauschal­tou­rist? Ausstei­ger? (Digi­ta­ler) Nomade? Es gibt Menschen, die lassen sich das Wort „Tourist“ nicht gefal­len, sondern sind immer nur Reisende. Ein biss­chen verstehe ich das: Natür­lich will derje­nige, der enor­men Aufwand betreibt und an seine eige­nen Gren­zen geht, um eine fremde Kultur kennen­zu­ler­nen, nicht mit dem beque­men Pauschal­tou­ris­ten vergli­chen werden. Das sind ja auch wirk­lich Äpfel und Birnen. Aller­dings, und das ist eine entschei­dende Erkennt­nis: Die Bereit­schaft während dieser Reise, in jede der oben genann­ten Rollen irgend­wann einmal zu schlüp­fen, hat diese wirk­lich berei­chert. Mono­to­nie ist nie inspi­rie­rend und der Ausbruch aus einer Routine kann sogar beim Reisen eine durch­aus beflü­gelnde Wirkung haben. Manch­mal hatten wir Lust auf Äpfel, manch­mal auf Birnen und manch­mal sogar auf ganz exoti­sche Früchte.

*

 
 
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Die kultu­relle Erkennt­nis

Zeit ist nicht immer Geld

Es ist der grund­sätz­li­che Umgang mit Zeit, der über­all neu erlernt werden muss. In fast jedem Land wird anders mit Zeit umge­gan­gen, wir haben aller­dings fest­ge­stellt, dass fast nirgends so schnell gelebt wird wie in Deutsch­land. Der Klas­si­ker: die Bushal­te­stelle und minu­ten­ge­naue Fahr­pläne. In Indo­ne­sien steck­ten wir einmal zwei Tage in einem Städt­chen namens Pare Pare fest, weil sich nicht ermit­teln ließ, wann ein Bus abfährt. Die Ironie: Wir saßen an diesen zwei Tagen mit den Beam­ten der Verkehrs­be­hörde zusam­men, die uns nicht helfen konn­ten. Dafür koch­ten sie für uns, riefen Bekannte an, die sich zu uns gesell­ten, offen­sicht­lich genos­sen alle die Anwe­sen­heit zweier Exoten, Fotos wurden geschos­sen. Als Tag eins sich dem Ende neigte, trot­te­ten wir mit unse­ren Ruck­sä­cken zurück in die Unter­kunft. Die Beam­ten gaben uns noch die Empfeh­lung mit auf den Weg, wir soll­ten am nächs­ten Tag lieber an der Haupt­straße stehen, manch­mal habe der Busfah­rer keine Lust zum Busbahn­hof zu fahren. 

Aus Deutsch­land ist man es ja gewohnt, Aner­ken­nung dafür zu bekom­men, beson­ders beschäf­tigt zu sein. Selbst kleinste Zeit­fens­ter müssen sinn­voll ausge­füllt werden. 

Time is money?

Einfach nur nichts zu machen, Zeit zu verschwen­den, ist nicht gerade respek­ta­bel. In vielen Ländern auf unse­rer Reise war das genau umge­kehrt: Jener, der sich zu viel Arbeit aufhalst, der keine Zeit für Gesprä­che, seine Fami­lie oder Erho­lung aufbringt, ist doch ein bemit­lei­dens­wer­ter Sonder­ling. Unse­ren Tag in der Verkehrs­be­hörde werten wir (mitt­ler­weile) nicht als verlo­re­nen Tag: Wir saßen doch mit netten Leuten zusam­men, hatten Zeit für Gesprä­che und aßen gemein­sam.

Wer stän­dig über Zeit­man­gel klagt und sich über jede freie Minute freut, wird das viel­leicht zunächst schwer nach­voll­zie­hen können. Aber auch zu viel Zeit zu haben kann sich unter Umstän­den belas­tend anfüh­len. Eine Lang­zeit­reise ist ja zunächst einmal nur ein riesi­ger leerer Zeit­raum, den man selbst mit Akti­vi­tä­ten füllen muss. Man ist stän­dig damit beschäf­tigt, sich neue Reise­ziele, Akti­vi­tä­ten und Aufga­ben zu suchen. Dabei keine Fris­ten zu haben, hat uns manch­mal zu Träg­heit verführt. Immer, wenn wir unend­lich Zeit hatten, verlern­ten wir diese zu schät­zen. Manch­mal schien es daher sinn­voll, uns selbst Ziele zu setzen und künst­li­che Zeit­li­mits einzu­bauen. Als wir unse­ren Rück­flug gebucht hatten, sind wir plötz­lich wieder wesent­lich zacki­ger unter­wegs gewe­sen und haben unsere Tage sehr bewusst einge­teilt. Die Zeit hatte plötz­lich wieder einen Wert.

* * *

Kapitel 3 / Aylin

Wir haben keine Angst. Oder?

Man muss vor nichts im Leben Angst haben,
wenn man seine eigene Angst versteht.“
Marie Curie

Große Augen. In Falten gelegte Stirn. Und dann: „Mensch, Du bist ja mutig!“ So oder ähnlich reagier­ten viele, als ich verkün­dete, dass ich meinen Job kündige, um anschlie­ßend auf Welt­reise zu gehen. Das sagt natür­lich viel mehr über die jewei­lige Person aus als über mich. Meis­tens kam dann noch ein „Ich würde das ja gern auch mal machen, ABER…“ hinter­her gescho­ben und dieser Konjunk­tiv verwies dann wahl­weise auf Jobsi­cher­heit, abzu­zah­len­des Eigen­tum, Versi­che­run­gen, die Rente, das wenige Geld (gern von Leuten, deren Einkom­men defi­ni­tiv über dem bundes­deut­schen Durch­schnitts­ein­kom­men liegt), die gängi­gen Verpflich­tun­gen, die Gefah­ren im Ausland und und und. Ganz gleich, was dem ABER folgte – bricht man die Aussa­gen herun­ter, dann lag ihnen doch immer Angst zugrunde. Und ich fragte mich: 

Bin ich tatsäch­lich mutig, ohne es
selber zu wissen?

 
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Rück­blick: Tatort Küchen­tisch
Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende, Weih­nach­ten steht vor der Tür. Es ist Sonn­tag­abend, das Wochen­ende ging wieder zu schnell vorbei. Stefan sitzt am Küchen­tisch und schnip­pelt Zucchini während ich den Abwasch erle­dige, damit wir noch recht­zei­tig den Tatort schauen können. 

Wollen wir denn nun in Hamburg blei­ben?“ Diese Frage steht schon länger im Raum. Meinen ersten Job nach der Uni trat ich vor einem Jahr an. Stefan arbei­tet schon seit über zwei Jahren. „Und was ist mit der Wohnung? Wenn wir uns irgendwo nieder­las­sen, wäre ein Balkon super.“ Unsere Studen­ten­bude ist gemüt­lich, aber mitt­ler­weile leben wir schon seit vier Jahren auf 43 Quadrat­me­tern. Dazu gesel­len sich Fragen der beruf­li­chen Weiter­ent­wick­lung, Lebens­pla­nung und der ganze Kram, der zum „vernünf­ti­gen“ Erwach­se­nen­le­ben dazu gehört. Wir sind schließ­lich keine 20 mehr. Irgend­wann drängt sich dann die Frage aller Fragen zwischen Zucchini und Abwasch: „Wann machen wir dann noch unsere Reise?“ Hm. Grübeln. Wir teilen diesen vagen Wunsch, irgend­wann mal auf eine große Reise zu gehen, ohne Endter­min, mit Neugier im Gepäck aber ohne fixen Plan. Rasch ist klar, jetzt und nicht irgend­wann ist der beste Zeit­punkt. Oder eben nie. 

Meine Eltern finden sich ziem­lich schnell mit meinen eigen­sin­ni­gen Plänen ab, die zukünf­ti­gen Ex-Kollegen gewöh­nen sich an den mich erset­zen­den Kolle­gen, unser weni­ges Hab und Gut verschwin­det in blauen Säcken. Bestä­ti­gun­gen über Kündi­gun­gen flat­tern ins Haus, der Vorrats­schrank wird leer. Und ich habe: keine Angst. Die Abna­be­lung von allem Fixem, von Verträ­gen, Mate­ri­el­lem, von Mitglied­schaf­ten und Abos, ist ein freu­di­ger, erwar­tungs­vol­ler Prozess. In dieser Phase – es war passen­der­weise ein über­aus ange­neh­mer Hambur­ger Sommer – war nur Raum für Vorfreude, für Neugierde, für Aufbruch­stim­mung und Eupho­rie.

Während mir die Entschei­dung für diese Reise recht leicht fiel, merkte ich erst unter­wegs, was meinen unfrei­wil­li­gen Mut erfor­derte: Zurück­zu­keh­ren.

Und da hatte ich sie also entdeckt – meine Angst. 

Sie ist keine ganz unbe­kannte Gefähr­tin, dieses häss­li­che Gefühl von Zukunfts­sorge und Orien­tie­rungs­lo­sig­keit. Sie kam bereits während meines Studi­ums heran­ge­schli­chen, viel­leicht ein Symptom meiner Gene­ra­tion: der Fragen­den, der Suchen­den, der Desil­lu­sio­nier­ten und trotz­dem opti­mis­tisch Hoffen­den. Immer auf dem Grat zwischen arbeits­markt­ori­en­tier­tem, verwert­ba­rem Wissen und selbst­ver­wirk­li­chen­dem Neigungs­stu­dium chan­gie­rend, suchte ich die Antwort auf die Frage: Was will ich eigent­lich mit mir anstel­len? Mit all den Wahl­mög­lich­kei­ten, mit der unsere flexi­ble, digi­tale, globa­li­sierte Welt zumin­dest einem Teil unse­rer Gene­ra­tion die Türe öffnet, entste­hen eben auch Entschei­dungs­zwänge.

Die Selbst­ver­wirk­li­chung, das große Heils­ver­spre­chen unse­rer Zeit, zeigt sich im ewigen Konjunk­tiv: hätte, könnte, würde… 

Und da liegt der Hund begra­ben: Jede Entschei­dung schließt immer andere Möglich­kei­ten aus. Der Betriebs­wirt nennt dies die Oppor­tu­ni­täts­kos­ten, und mich machen diese in regel­mä­ßi­gen Abstän­den – gelinde gesagt – nervös bis verzwei­felt.

Zurück zur Angst, die mich nun also einholte. Während vor der Reise zumin­dest fest­stand, was wir machen wollen –Reisen, Foto­gra­fie­ren, Schrei­ben, Leben – war die Rück­kehr lange Zeit ein unbe­stimm­ter, geheim­nis­vol­ler, verschwom­me­ner Zukunfts­zu­stand, den es nun zu befül­len gilt. Anschei­nend: Carpe Diem habe ich in den vergan­ge­nen einein­halb Jahren ziem­lich erfolg­reich gelebt. Man könnte etwas pessi­mis­ti­scher sagen: Ich habe die Zukunft erfolg­reich aufge­scho­ben. Das Ende der Reise bedeu­tet auch das Ansteu­ern von neuen Ufern. Der große, weiße, leer­ste­hende Raum Zukunft liegt direkt hinter dem Frank­fur­ter Flug­ha­fen.

Ich stehe also wieder auf Los, sitze an einem gedeck­ten Tisch voller Möglich­kei­ten, Optio­nen und appe­tit­lich ange­rich­te­ten Verspre­chen unse­rer Zeit. Doch das ist nicht allein Kern des Unbe­ha­gens. Es ist eine viel tiefer gehende, grund­le­gende Furcht, die sich meist nur schlei­er­haft zeigt.

Ist das also die Urangst, der Kern, warum mir Zurück­keh­ren tatsäch­lich Angst macht? 

Ist die beste Zeit meines Lebens jetzt vorbei? 

 

* * *

Kapitel 4

Das größte Abenteuer

Viel­leicht ist das Zurück­kom­men in die Heimat das größte Wagnis der gesam­ten Reise. Doch: was bedeu­tet Heimat über­haupt?

Heimat. Im allge­mei­nen Sprach­ge­brauch ist Heimat zunächst auf den Ort (auch als Land­schaft verstan­den) bezo­gen, in den der Mensch hinein­ge­bo­ren wird, wo die frühen Sozia­li­sa­ti­ons­er­leb­nisse statt­fin­den, die weit­hin Iden­ti­tät, Charak­ter, Menta­li­tät, Einstel­lun­gen und schließ­lich auch Welt­auf­fas­sun­gen prägen.“ Brock­haus, 1989.

Was ist Heimat? Es gibt unzäh­lige Defi­ni­ti­ons­ver­su­che, doch am Ende bleibt Heimat indi­vi­du­ell. Ich erin­nere mich noch genau an das Gefühl, als wir unsere Wohnungs­tür abschlos­sen, die Ruck­sä­cke gefüllt mit süßer Vorfreude und garniert mit einer klei­nen Haube Melan­cho­lie. Waren doch die vergan­ge­nen Wochen voll Sonnen­schein und lauen Sommer­aben­den, Pick­nicks auf der Wiese, rasan­ten Fahr­rad­fahr­ten durch die wuse­lige Groß­stadt, Beisam­men­sein mit lieben Menschen. Auf Wieder­se­hen, Hamburg. Auf Wieder­se­hen, Heimat?

Auf dieser Reise erleb­ten wir auch Phasen der Müdig­keit, der Träg­heit, und beschlos­sen des Öfte­ren zu blei­ben. Der Annä­he­rung an ein Heimat­ge­fühl wegen. Doch wahre Heimat, kann es diese über­haupt mehr­fach geben? 

Ist Heimat ein Ort, ein Zustand oder eine bloße Emotion? Oder alles gleich­zei­tig?

Bei all den verschie­de­nen Defi­ni­tio­nen – ich glaube, dies kann zwei­fels­frei gesagt werden: 

Heimat ist indi­vi­du­ell. Heimat ist exis­ten­ti­ell. Heimat ist subjek­tiv.

Für den einen mag Heimat ein konkre­ter Ort sein, da, wo man gebo­ren wurde, da wo die Lieb­lings­rut­sche steht und es den Kiosk mit Gummi­bon­bons gibt (ihr wisst schon, die Kirschen, die gift­grü­nen sauren Schlan­gen, die weiß-rosa Schaum­pilze). Für andere ist Heimat an Menschen geknüpft. Heimat, das ist die Fami­lie, das sind die Freunde. Heimat ist auch ein Ort der Vergan­gen­heit, denn speist sich nicht das Heimat­ge­fühl aus (schö­nen) Erin­ne­run­gen? Und wiederum, ist Heimat viel­leicht auch ganz banal da, wo das eigene Bett steht, dort, wo Routine, Alltag, Gewohn­heit, entlas­tende Stabi­li­tät in unse­ren beweg­ten Zeiten exis­tiert? Wie auch immer man nun Heimat defi­niert, sie ist ein wich­ti­ger Teil unse­rer Exis­tenz. Ein Bezugs­punkt, der hilft, sich zu orien­tie­ren in einer Welt, die immer größer und klei­ner zugleich wird. 

Ich brau­che Heimat. Um Fort­ge­hen zu können. Um Heim­zu­keh­ren.

Ja, die Reise­mütze abzu­le­gen war ein symbo­li­scher Akt. Die Reise ist vorbei und die Heraus­for­de­run­gen in naher Zukunft werden sich dras­tisch von denen unse­rer Reise unter­schei­den. Jeden Morgen hatte ich sie aufge­setzt, um mich vor allzu aggres­si­ver Sonnen­strah­lung zu schüt­zen. Das wird im deut­schen Winter jetzt erst einmal nicht nötig sein. Ich werde sie wohl durch eine Woll­mütze erset­zen müssen. Und genau das symbo­li­siert das Zurück­las­sen der Mütze auch: Man sollte nie zu lange an Vergan­ge­nem fest­hal­ten. Unser Blick rich­tet sich jetzt schon in eine unge­wisse, span­nende Zukunft.

Auch wenn sich die Mütze immer noch in Santiago de Chile befin­det – mitge­nom­men haben wir unend­lich viel: Erin­ne­run­gen. Neue Passio­nen. Die Bestä­ti­gung, dass wir mit weni­ger mehr haben. Das Wissen, das die Welt noch viel größer ist, als wir es vorher erahn­ten. Und letz­ten Endes: Neue Ziele. 

Jetzt heißt es jedoch: Ankom­men. Und das ist ein neues Kapi­tel für sich. 

 

* * *

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Leserpost

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  • Patrick on 15. März 2015

    Wunder­schön geschrie­be­ner Text und voller Emotio­nen, auch oder gerade die Videos dazu.

    Wir stehen ja noch kurz vor meinem Reise­start und machen ähnli­che Erfah­run­gen wie ihr das getan habt. Gerade was Freunde und Bekannte angeht, mit dem „Ihr seid aber mutig“ und „Das würde ich auch gerne tun ABER“. Hin und wieder kommt da aller­dings auch Unver­ständ­nis auf — viel­leicht auch aus Angst, dass wir even­tu­ell gar nicht zurück kommen…
    Inzwi­schen haben wir unsere Wohnung verkauft und das Auto steht als nächs­tes an. Mir fällt das über­ra­schen­der­weise ziem­lich leicht, sich der Fuss­fes­seln oder den Ankern zu entle­di­gen, die ich mir mal selbst ange­legt habe.

    Ich bin auch der Meinung, dass es DIE beste Zeit des Lebens nicht wirk­lich gibt. Es gibt nur Lebens­ab­schnitte — der eine verläuft etwas schö­ner, der andere etwas weni­ger schön. Eine Fami­lie zu grün­den kann genauso „die schönste Zeit“ sein. So wie es eine Reise ist, wie ihr sie nun erlebt habt. Viel­leicht nicht ganz so spek­ta­ku­lär und ausser­ge­wöhn­lich — aber „die schönste Zeit“ ist doch immer eine Frage der Perspek­tive.

    Bin gespannt, was ihr so zu berich­ten habt, wie eure Heim­kehr und die Rück­kehr in den deut­schen Alltag dann verlau­fen ist.

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Patrick,

      vielen Dank für die konstruk­ti­ven Gedan­ken dazu! Ich stimme dir voll­kom­men zu.

      Was die unter­schied­li­chen Reak­tio­nen der Mitmen­schen angeht: mich faszi­niert das irgend­wie. Dass derselbe Sach­ver­halt so unter­schied­li­che Reak­tio­nen hervor­ruft, fand ich immer sehr inter­es­sant. Man kann plötz­lich sehr viel über einen Menschen lernen, wenn man seine Reak­tion auf so einen vorüber­ge­hen­den „Ausstieg“ beob­ach­tet. Und es ist ja auch cool, dass Menschen unter­schied­lich sind und plötz­lich Gedan­ken in den Raum werfen, die man selbst nie aufge­grif­fen hätte. 

      Jetzt sehen wir mal weiter. Eins steht fest: sich komplett neuen Heraus­for­de­run­gen zu stel­len, ist auf jeden Fall sehr erfri­schend!

      Liebe Grüße!

  • Tim on 15. März 2015

    Toller Bericht ihr beiden, Glück­wunsch zu einer sicher tollen Reise, dass ihr das gemacht habt.
    Einen Punkt kann ich sehr gut nach­voll­zie­hen: Ich will nicht, dass das die beste Zeit meines Lebens war. Ob das so ist oder war wird sich im Rück­spie­gel der Erin­ne­run­gen zeigen aber soll­tet ihr das irgend­wann fest­stel­len, wäre das nicht schlimm. Es wäre nur dann schlimm, wenn ihr bedau­ert, dass ihr aus dem was danach kam nicht das Beste raus­ge­holt habt.
    Was auch immer eure Pläne für die nächste Zeit sein mögen, wenn eure Reise die beste Zeit eures Lebens war, dann erin­nert euch daran. Wie leicht es war, anzu­fan­gen, weiter­zu­ge­hen, Pläne zu ändern, Vorstel­lun­gen zu korri­gie­ren, als es endlich losging. Und dann macht das noch mal.
    Ich wünsche euch einen guten Wieder­ein­stieg und das ihr neugie­rig bleibt.
    Aus Hamburg und aus den Vorbe­rei­tun­gen zur zwei­ten Reise.
    Tim

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Tim,

      im Rück­spie­gel der Erin­ne­rung“ — sensa­tio­nell formu­liert!

      Es klingt ganz simpel, aber: ich finde allein schon super, wenn man Pläne über­haupt in die Tat umsetzt. Jeder kennt das Gefühl, wenn man in einem eupho­ri­schen Moment zu sich selbst sagt: „ich würde gerne mal xy machen“. Ich finde allein den Versuch solche Projekte dann umzu­set­zen bewun­derns­wert, auch wenn man später schei­tert.

      Auch die Bereit­schaft Pläne zu ändern, etwas Neues zu wagen, sollte nie als Einge­ständ­nis des Schei­terns gewer­tet werden. Menschen wandeln sich nun mal. Was gestern rich­tig war, kann morgen falsch sein.

      Danke für die guten Wünsche und die netten Worte!

      Liebe Grüße!

  • Nadine on 15. März 2015

    Hallo ihr zwei, sehr schön geschrie­be­ner Text! Wir selbst sind seit bald einem Jahr auf Reisen und noch immer ist meine grösste Angst am Heim­keh­ren (wir haben noch keine Ahnung, wann das sein wird), dass ich — aus irgend­wel­chen Grün­den — wieder dort weiter­ma­chen werde, wo ich aufge­hört habe.
    Denn von der Ferne betrach­tet fallen mir Dinge auf, die mir nicht pass­ten und die ich schon früher hätte ändern sollen. Aber zu dem Zeit­punkt fehl­ten mir wohl die Inspi­ra­tion und der Mut dazu, die ich nun hoffent­lich habe.
    Ich bin gespannt zu lesen, wie ihr euch wieder in Deutsch­land einlebt und hoffe, ihr findet einen Weg, euer eige­nes Tempo beizu­be­hal­ten.
    Liebe Grüsse
    Nadine

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Nadine,

      schon inter­es­sant zu sehen, dass man sich vor einem solchen Szena­rio fürch­tet, obwohl man es ja selbst in der Hand hat. Ich kann das aber trotz­dem gut nach­voll­zie­hen. Oft bedarf es Courage, große Umstel­lun­gen im eige­nen Leben vorzu­neh­men. Viel­leicht ist der Zeit­punkt nach deiner Reise gut gewählt, da ja die Karten in dem Moment sowieso neu gemischt werden.

      Jetzt erst­mal viel Spaß auf Reisen und viele Grüße!

  • Katrin on 15. März 2015

    Wunder­vol­ler Bericht — wie immer. Auch wenn ich keine Welreise gemacht habe, dafür immer in klei­nen 3–4-wöchigen Steps die Welt entde­cke: Eine Erkennt­nis bleibt uns allen: Unsere „Luxus­pro­bleme“ in Deutsch­land werden plötz­lich so klein und unwich­tig. Hoffe ihr habt euch eini­ger­ma­ßen im „Alltag“ einle­ben können. Oder habt ihr gleich wieder den Ruck­sack gepackt (höre ich oft von Freun­den).

    LG Katrin

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Kath­rin,

      wir haben weder den Ruck­sack gepackt, noch sind wir wirk­lich im Alltag ange­kom­men — wir sind immer noch irgendwo im Zwischen­raum. Aber das ist auch ganz gut so! Zum Glück empfin­den wir diese Luxus­pro­bleme nach wie vor als solche.

      Danke für das Lob und liebe Grüße!

  • Stefan on 15. März 2015

    hey, wir haben es uns eben ange­schaut — schön gewor­den!
    und keine sorge, euch werden die schö­nen momente ned so schnell ausge­hen!!!

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Stefan,

      vielen Dank — schön, dass du das so siehst!

      Alles Liebe!

  • Florian on 15. März 2015

    Schöne Texte und Gedan­ken.

    Das Heim­kom­men war für mich nach 14 Mona­ten unter­wegs mit großem Abstand das Schlimmste an meiner Welt­reise. Ich habe es letzt­end­lich auch nicht geschafft heim­zu­kom­men sondern bin nach eini­gen Wochen wieder los.

    Heimat ist schön, aber Heimat kann man sich aussu­chen und mein Heimat­ge­fühl bezieht sich jedes Jahr weni­ger auf Deutsch­land. ich weiß ehrlich gesagt schon gar nicht mehr, was ich dort machen soll, außer ein paar Wochen Urlaub.

    Dabei geht es gar nicht darum „die beste Zeit“ zu haben, dieses Gefühl hört nach ein paar Mona­ten oder Jahren auf Reise sowieso auf. Mir geht es um prak­ti­sche Vorteile ande­rer Länder, die es in Deutsch­land einfach nicht gibt, v.a. gutes Klima und glück­li­che Menschen. Viel­leicht hängen diese beiden Punkte ja sogar mitein­an­der zusam­men ;)

    Ich wünsche euch mehr Erfolg beim Heim­kom­men!

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Florian,

      sehr beein­dru­ckend wie konse­quent du da auf deine innere Stimme gehört hast. Du bist ja das beste Beispiel dafür, was man alles in die Tat umset­zen kann, wenn man es nur anpackt!

      Gutes Klima und glück­li­che Menschen sind auf jeden Fall immer ange­nehm. Wir probie­ren jetzt mal unse­ren Beitrag dazu zu leis­ten, dass es in Deutsch­land mehr davon gibt :)

      Liebe Grüße!

  • Kathi on 15. März 2015

    Ihr Beiden,
    vielen Dank für diesen wunder­vol­len Bericht. In den letz­ten 20 Minu­ten war ich in einer ande­ren Welt. Ihr habt es geschafft, genau diese Emotio­nen zu vermit­teln, die wir damals vor knapp 2 Jahren eben­falls durch­lebt haben, als unsere Reise zu Ende ging. „Ich möchte nicht, dass das die beste Zeit meines Lebens war“. That’s it.
    Ich wünsch euch von Herzen alles Liebe,
    Kathi

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Kathi,

      vielen Dank — ist ja super, dass wir da anschei­nend einen Nerv getrof­fen haben! Schön, dass man auf diesem Weg erfährt, dass es Menschen gibt, die ähnli­che Erfah­run­gen machen!

      Auf kommen­den Frohmut!

  • Susanne&Dirk on 15. März 2015

    Liebe beide,
    vielen Dank dafür. Und auch für den emotio­na­len Moment zum Schluss, an dem man merkt: Da hat sie euch wieder, die Heimat, die ominöse, gott­ver­dammte, wunder­volle, hinter­sich­las­sens­werte, nieaus­dem­kopf­zu­krie­gende. Und neugie­rig warten wir auf die nächste Geschichte: Zwei Monate später – Reso­zia­li­sie­rung oder Neustart?
    Herz­lich
    Susanne&Dirk

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey ihr Beiden,

      ja, diese Adjek­tive tref­fen wirk­lich zu im Bezug auf Heimat! Wir wissen vieles hier in dieser besag­ten Heimat auch zu schät­zen und basteln gerade an einem Neustart. Und an Reso­zia­li­sie­rung.

      Wir sind auf jeden Fall opti­mis­tisch!

      Alles Liebe!

  • Jannis on 15. März 2015

    Sehr schön geschrie­ben!
    Beson­ders der Abschnitt „Apfel, Birnen und Exoti­sche Früchte“ hat mir gut gefal­len. Low-Budget-Backpacking ist sehr abwechs­lungs­reich und span­nend. Man macht viele inter­es­sante neue Erfah­run­gen. Das Tolle daran ist, das man spon­tan und frei ist, zu gehen, wohin man will. Wenn man sich aber darauf versteift, verliert man genau das, was man eigent­lich gesucht hat: Frei­heit.

    Liebe Grüße
    Jannis

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Jannis,

      du sagst es. Da teilen wir ja eine Leiden­schaft! Dass wir uns darüber unter­hal­ten, wie wir unsere Frei­heit leben zeigt doch vor allem eins: uns geht es sehr sehr gut!

      Liebe Grüße!

  • Janas Reisefieber on 16. März 2015

    Vielen Dank fuer diesen tollen, offe­nen und ehrli­chen Rueck­blick.

    Gerade das Thema Zeit finde ich sehr inter­es­sant. Auch mir ist auf meinen Reisen aufge­fal­len, dass sich irgendwo so oft ueber Zeit­man­gel beklagt wird wie in Deutsch­land. Hektik und Stress beherr­schen dort den Alltag, wohin­ge­gen in ande­ren Laen­dern alles viel laen­ger dauert und die Menschen mit ihrer Zeit eher gelas­sen umge­hen.

    Nach einem halben Jahr in Ras Al Khai­mah kann ich mir heute nicht mehr vorstel­len, bei ALDI an der Kasse zu stehen. Da hat die nette Verkae­ufe­rin mir wahr­schein­lich schon die Sachen in meinen Einkaufs­wa­gen geschmis­sen, bevor ich auch nur „Guten Tag“ sagen koennte.

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Jana,

      vielen dank für den Beitrag. Was ein tref­fen­des Beispiel. Ich war neulich der einzige Kunde im Discoun­ter an der Kasse, die Verkäu­fern hat aber trotz­dem die Produkte so schnell gescannt, als ob es kein Morgen gibt. Sie sagte, sie müsse das so machen, weil ihre Zeit stän­dig gemes­sen wird. Falls ihre Arbeits­ge­schwin­dig­keit unter das erwar­tete Niveau sinkt droht der Rapport beim Chef. Schon irre, dieser Effi­zi­enz­wahn.

      Liebe Grüße!

  • Simon on 16. März 2015

    Hey Aylin und Stefan,
    ein sehr schön geschrie­be­ner Arti­kel! Auch wenn ich erst ein paar Monate auf Tour bin, finde ich mich in eini­gen eurer Gedan­ken­gänge wieder. 

    Vor der Heim­kehr graust es mir nicht, da ich selbst mit einem offe­nen Ende reise und über­haupt nicht einschät­zen kann, wo es mich einmal hinver­schla­gen wird. Viel­leicht wieder nach Deutsch­land, viel­leicht auch nicht… ? Die aktu­elle Tendenz spricht eher für wärmere Regio­nen dieser Erde. ;)
    Noch bin ich voller Entde­cker­drang und wenn ich etwas Bedürf­nis nach Sess­haf­tig­keit und Routine habe, bleibe ich gerne länger an einem Ort. 

    Wünsche euch ein erfolg­rei­ches Ankom­men.
    Grüße Simon

    Antworten
    • Stefan on 17. März 2015

      Hey Simon,

      das hört sich alles super an bei dir! Gib dich deinem Entde­cker­drang hin, das führt dich sicher in die ein oder andere span­nende Situa­tion! Ist ja super, dass du so offen bist für neues. Und warme Regio­nen sind ja nicht ganz schlecht :)

      Lass es dir gut gehen!

  • FRENDY on 19. März 2015

    Schö­ner Abschluss eurer Reise. Habt viel erlebt, weiter geht’s mit Neuem. Dann einfach nur in ande­rer Form :)

    Antworten
    • Stefan on 20. März 2015

      Ja genau, so simpel ist das! Sehr schön!

  • Karin on 19. März 2015

    Ein toller Text!! Bin ganz begeis­tert (und sprach­los, offen­sicht­lich ;-))

    Antworten
    • Stefan on 20. März 2015

      Vielen Dank — man muss ja nicht immer viel sagen ;)

  • Bild Grafik Ideen | Pearltrees on 24. März 2015

    […] Design Princi­ples: Visual Weight And Direc­tion. Simply Gum — The Only 100% Natu­ral Chewing Gum. Heim­kehr: Das Ende einer Reise › Multi­me­dia Repor­tage › The Travel Episo­des. Rita Konik. ALICE | Fonts Inspi­ra­ti­ons. Vincent VIRIOT on Behance. Dig Deep by Ryan Hamrick. […]

    Antworten
  • Daryl Breen on 24. März 2015

    I love your travel log — very well writ­ten, very insight­ful, and the videos were a perfect addi­tion to bring us there with you. I also enjoyed expe­ri­en­cing these points of view from someone who’s from anot­her coun­try (I’m Ameri­can), because it made it more univer­sal. You made me think a lot and I enjoyed that! I’m sure I’m not the only one wonde­ring, what now? I’m looking forward to more of your musings on life!
    Best regards,
    Daryl Breen

    Antworten
    • Stefan on 26. März 2015

      Hey Daren,

      thank you so much for your contri­bu­tion. First of all — it’s amazing to see that we appar­ently reach an inter­na­tio­nal audi­ence! It was actually the first time for us to include videos into the narra­tive. We weren’t quite sure how it’ll work out when we shot them, but people seem to like it, so we might conti­nue doing that in the future. I’m happy that we made you think and I’m even happier that you enjoyed it :) There will defi­ni­tely be more arti­cles soon!

      Take care! Best wishes,
      Stefan

  • Mal Gaff on 25. März 2015

    The putting down and leaving of your hat for someone else’s use shows us a spiri­tual rather than simply a spiri­ted aspect of your gene­ro­sity.

    Antworten
    • Stefan on 26. März 2015

      I hope some­body found it and let it conti­nue travel­ling!

      Thanks a lot for your lovely comment!

  • Jen on 23. Mai 2015

    Liebe Aylin, lieber Stefan!
    Danke für diese schöne Episode. Endlich haben wir einmal eine ausrei­chende Inter­net­band­breite für die Filme, so dass ich in den vollen Genuss des Beitrags kommen konnte.
    Da wir uns mit dem Thema „Ankom­men“ früher oder später … und eh immer wieder beschäf­ti­gen dürfen, habt ihr mit euren Worten viele meiner eige­nen Gedan­ken wunder­schön formu­liert. Danke dafür.

    Ich denke aber in jedem Fall, dass das ganze Leben eine einzige Reise ist und ihr habt nur eine sehr kleine Etappe groß­ar­tig gemeis­tert – und been­det. Es warten unend­lich viele weitere Etap­pen, egal ob zuhause oder in der Ferne. So span­nend! So oder so.
    Ich wünsche euch alles erdenk­lich Gute und bin gespannt wie eure Reise weiter­geht.

    Antworten
  • Tobias on 26. August 2015

    Aylin und und Stefan, was für ein schö­ner Beitrag der mich an meine ersten Tage nach der Welt­reise erin­nert.

    Ich hoffe ihr habt euch inzwi­schen wieder ein wenig akkli­ma­ti­siert. Bei mir ist es jeden­falls so, dass ich auch heute noch von meiner Reise zehre; eine ganz tolle Lebens­er­fah­rung die ich nicht missen möchte. Auf der ande­ren Seite beschäf­tigt mich die Rück­kehr auch heute noch. Weshalb ich mir nun über­legt habe, die eige­nen Erleb­nisse nach der Rück­kehr im Rahmen eines klei­nes Blogs nieder­zu­schrei­ben, ihr könnt ja mal vorbei klicken. 

    Eines ist jedoch gewiss, es warten noch viele weitere Aben­teuer auf euch, und das in der häufig unter­schät­zen Heimat.
    Beste Grüße, Tobias

    Antworten
    • Aylin on 13. Februar 2017

      Hey Tobias,

      du hast Recht- Aben­teuer liegen über­all, man muss nur mit offe­nen Augen durch die Welt gehen! Ist eine gute Idee „Life after Back­packing“ ;-)

      LG & safe travels weiter­hin,
      Aylin

  • Martina on 15. April 2016

    Meine Hoch­ach­tung vor diesem tollen Arti­kel. Mein Part­ner und ich befin­den uns eben­falls gerade auf unse­rer Welt­reise, die ein Jahr dauern wird. Wir berei­sen aktu­ell Viet­nam und werden im Juni in unsere Heimat zurück kehren. Wir haben viele Gedan­ken im Kopf wie die Rück­kehr wohl werden wird und sind extrem gespannt. Der Arti­kel spricht mir oft komplett aus der Seele, habe ihn verschlun­gen. Danke für die schö­nen Formu­ie­run­gen der Weltreise-Erkenntnisse. Bin gespannt und hoffe es wird einen Bericht geben übers Heim­kom­men selbst ;) alles gute, Martina

    Antworten
    • Aylin on 13. Februar 2017

      Hi Martina,

      wie ist es euch ergan­gen? Wir haben mitt­ler­weile den einen oder ande­ren Arti­kel zum Heim­kom­men auf dem Blog veröf­fent­licht, aber ich muss geste­hen: das Thema beschäf­tigt mich immer­noch. Viel­leicht ist es auch so, dass man immer ein Stück auf Reisen bleibt, einfach, weil man weiß, mit dem nächs­ten Flug­ti­cket könnte es wieder weiter­ge­hen :-)

      In diesem Sinne: alles Liebe,
      Aylin

  • Sibylle on 28. Mai 2016

    Liebe Aylin, lieber Stefan,

    toller Arti­kel, erin­nert mich an viele Gefühle, die ich schon hatte und lässt gleich­zei­tig die Frage aufkom­men, wie ich mich in 5 Mona­ten fühlen werde, wenn ich zurück nach Deutsch­land komme.
    Beste Grüße aus Chicago,
    Sibylle

    Antworten
    • Aylin on 13. Februar 2017

      Liebe Sibylle,

      vielen Dank!
      Und, wie hast Du Dich gefühlt? Meine Erfah­rung ist, dass es auch von Reise zu Reise unter­schied­li­che Empfin­dun­gen beim Heim­keh­ren gibt. … 

      LG Aylin

  • Madeleine on 3. Juni 2016

    und nun? Ange­kom­men und wie geht es euch jetzt dabei? Eure Geschichte hat mich beein­druckt, bin selbst vor 4 Wochen nach meiner 26-monatigen Reise Heim gekom­men. Fragen über Fragen beschäf­ti­gen mich jetzt, doch mit einer Leich­tig­keit, die ich mir durch das Reisen ange­eig­net habe. Trotz­dem macht mich dieses „nicht wissen was ich mit meinem Leben anstel­len soll“ kein gutes Gefühl. Wie lange habt ihr gebraucht um euch wieder einzu­le­ben?

    Antworten
    • Aylin on 13. Februar 2017

      Liebe Made­leine,

      diese Leich­tig­keit, die Du beschreibst, habe ich auch empfun­den (und probiere, sie mir auch zu bewah­ren). Das Heim­keh­ren ist ein Auf und Ab gewe­sen, wir haben mitt­ler­weile ein ganz soli­des Alltags­le­ben wieder aufge­baut, und das ist eher etwas, mit dem ich zu „kämp­fen“ habe. Das äußere Ankom­men an sich ging sogar sehr schnell: binnen von 3 Mona­ten hatten wir beide wieder neue Jobs, zogen in eine andere Stadt… Was aber viel länger dauert(e): Mit dem Kopf wieder ankom­men. Wie ist es Dir ergan­gen?

      Liebe Grüße
      Aylin

  • Mona on 8. Februar 2017

    Hey ihr beiden, nach 4 Jahren heisst es auch fuer mich back to good old Germany und es ist nicht einfach. Zukunftsa­engste und Zwei­fel aber auch Vorfreude und Erleich­te­rung — eine emotio­nale Achter­bahn­fahrt auf die ich derzeit gerne Verzich­ten wuerde. Eine Lang­zeit­reise ist wunder­schoen, aber auch anstren­gend und das Gefuehl kein Zuhause/festen Freundeskreis/feste Aufgabe/klar defi­nierte Ziele usw. zu haben ist auf Dauer (zumin­dest fuer mich) nicht mach­bar. Ich bin gespannt auf dieses Deutsch­land dass ich jetzt sicher mit ande­ren Augen betrach­ten werde als zuvor. Hattet ihr nach eurer Ankunft eine schwere Einge­woeh­nungs­phase? Gibt es etwas dass ihr im nach­hin­ein anders machen wuer­det? Lg aus Kanada -Mona–

    Antworten
    • Aylin on 13. Februar 2017

      Liebe Mona,

      mensch, vier Jahre sind ja auch eine beacht­li­che Zeit! Diese Achter­bahn­fahrt kann ich so gut nach­voll­zie­hen, uns ging es ja ähnlich. Die Einge­wöh­nung ging recht schnell: rein äußer­lich betrach­tet hatten wir binnen von drei Mona­ten beide wieder Jobs, eine neue Wohnung in einer ande­ren Stadt… Was viel länger dauerte war das rich­tige geis­tige Ankom­men. Ich zumin­dest hab mich noch lange wie „frisch zurück“ gefühlt. Ehrli­cher­weise fällt es mir bis heute schwer einen fixen Termin­ka­len­der zu haben bzw. nur begrenzt Urlaub nehmen zu können ;-) Anders machen: Puh, eigent­lich ist es so, wie es gekom­men, alles gut gewe­sen. Ich hatte nicht erwar­tet, so schnell wieder einen Job zu finden und wäre lieber noch ein/ zwei Monate „ange­kom­men“. Ande­rer­seits hatte ich auch Bammel, nix auf Anhieb zu finden, darum weiß ich nicht, ob ich die extra-Zeit tatsäch­lich genos­sen hätte… Zumin­dest kann ich sagen, dass wir heute ein sehr glück­li­ches Leben führen und immer­noch das Reisen & Schrei­ben & Foto­gra­fie­ren einen so großen Raum in unse­rem Leben einneh­men, dass ich dadurch auch nicht das Gefühl habe, die Reise sei „vorbei“.

      Würde mich freuen zu hören, wie es Dir ergeht… 

      LG & Alles Gute
      Aylin

  • Interactive storytelling | Max Bents on 26. Juli 2017

    […] Das Ende einer Reise […]

    Antworten
  • Michelle & Andrea on 8. September 2017

    Ein wunder­schö­ner Text, auch wenn eure Rück­kehr mitt­ler­weile schon einige Zeit zurück liegt.

    Wir beschäf­ti­gen uns momen­tan sehr mit der Frage, was ist wenn wir nicht mehr Reisen wollen? Was ist danach? Werden wir je wieder zurück kommen oder uns sonst irgendwo nieder­las­sen und uns ein einfa­ches Leben aufbauen?

    Alles Fragen die uns immer wieder durch den Kopf schwir­ren und uns beschäf­ti­gen.

    Wissen werden wir es wohl erst in fünf Jahren. Irgend­wie angst­ein­flö­send. Irgend­wie aber auch wunder­schön.

    Antworten
  • Maria on 3. Oktober 2018

    Ihr sprecht mir aus der Seele.

    Ich bin durch Zufall auf eure Seite gesto­ßen und auch wenn ihr viel­leicht mitt­ler­weile schon wieder voll ange­kom­men seid, bin ich mir sicher ist die Reise eures Lebens ein ewiger Beglei­ter für euch und abso­lut unver­ges­sen. Ihr habt toll die Emotio­nen einge­fan­gen, die euch (und damit seid ihr nicht allein) beschäf­tig­ten. Nicht jeder kann das nach­voll­zie­hen, was ihr erlebt habt und viel­leicht ist das auch für euch das Schwie­rigste nach eurer Rück­kehr gewe­sen umso besser das ihr einan­der habt. Liebe Grüße Maria

    Antworten
  • Lara on 20. April 2020

    War gerade sehr schön eure Geschichte und eure Emotio­nen zum Heim­kom­men zu lesen.
    Ich war 9 Monate unter­wegs und bin jetzt seit 5 Wochen wieder zuhause. Die aktu­elle Situa­tion hat mir das rich­tige „heim kommen“ noch viel schwie­ri­ger gemacht als es wohl schon so gewe­sen wäre…

    Aber es hilft von ande­ren zu lesen und sich auszu­tau­schen. Danke fürs teilen.

    Alles Gute euch & bleibt gesund.

    Antworten

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