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The Travel Episodes

Hinter den Kulissen Katars

Fata Morgana

Katar ist eine flirrende Vision, die bei uns nicht viel positive Berichterstattung bekommt. Karin Lochner wird von einer Zufallsbekanntschaft hinter die Kulissen des Königreichs geführt.

Die skurrilen Erkennungszeichen von Katar könnten unterschiedlicher nicht sein: Kunstwerke und Bauzäune. Schier unendlich ziehen sich beide entlang der vielspurigen Straßen. Vom Flughafen in die Hauptstadt Doha bewegt sich mein Taxi wie auf einer Licht-Allee. Nur flankieren statt Bäume hohe, schlanke Laternen die Straßenränder. Die aufwändige Pracht der Installationen kommt bestens zur Geltung, wenn die XXL-Laternen nachts in Violett, Grün und Kobaltblau strahlen. Sie tauchen die Stadtautobahn in mystisches Licht. Auch tagsüber, wenn die monumentalen Lichtstäbe nicht leuchten, ist die Magie im flirrenden Sonnenlicht spürbar. Denn nun kann ich das Muster in den Metallleuchten erkennen: arabische Kalligraphien. Welch ein Willkommensgruß!

Was, Du willst nach Katar?

Ich ernte geringschätzige Blicke. Die Fußball-Weltmeisterschaft wird 2022 in Katar stattfinden. Da darf man sich doch für den Zwergstaat interessieren, verteidige ich mich. Immer, wenn mir „Katar“ über meine Lippen kommt, folgen naserümpfend die Reizwörter: Bauarbeiter! Unzumutbare Zustände! Skandal! Wer die westliche Berichterstattung liest, ist überzeugt: Alle ausländischen Bauarbeiter werden in Katar ausgebeutet. Ein finsteres Bild wird gemalt. Dabei gab es bisher weniger Unfälle und Todesfälle als auf den Baustellen Brasiliens – im vergleichbaren Zeitraum – die für die WM 2014 entstanden.

 
 
© Michael Schneider
 
 
Zugegeben: Die Wahl als WM Austragungsort zugunsten des Wüstenstaates ist umstritten. Die Temperaturen klettern im Sommer auf über vierzig Grad. Absolut fußball-weltmeisterschafts-untauglich. Zudem gilt die Vergabe weniger sportlich als finanziell motiviert. Wieviel Bestechung im Spiel war, wird wohl nie eindeutig geklärt werden. Katar hat momentan einen schlechten Ruf. Gerechtfertigt oder nicht?

Vielleicht kann ich es herausfinden.

Ich lerne Waad kennen, die Tochter einer Katari und eines Jordaniers, die in Doha aufgewachsen ist. Eine morgenländische Schönheit. Im Aufzug meines Hotels spreche ich sie an, denn sie erscheint mir nicht unnahbar wie die gesichtsverhüllten Frauen. Es ist völlig unmöglich, denen auch nur ein Lächeln zu schicken, geschweige denn, ihnen eins zu entlocken. Selbst beim Essen heben sie die Gesichtsmaske nur so weit hoch, dass sie mundgerechte Essenshappen in ihre Körperöffnung wie über eine Rampe hinauf schieben. Waads Gesicht ist dezent geschminkt und ihre Augen funkeln lebendig. Unter ihrer schwarzen, nachlässig geschnürten Abaya spitzt eine zerrissene Jeans und ein Glitzer-T-Shirt hervor. Ob ich sie interviewen dürfe? Ich hoffe auf eine halbe Stunde. Es werden mehrere Tage gemeinsames Erkunden ihrer Heimat daraus. Sie klärt mich auf: Die Verschleierung, bei der das Gesicht selbst beim Essen unsichtbar bleibt, praktizieren hauptsächlich Touristinnen, mit denen sie selbst auch nichts zu tun habe. Außer gemeinsames Beten zu den vorgeschriebenen Zeiten. Wenn sie unterwegs ist.

 

* * *

Zweites Kapitel

Unterwegs mit einer Einheimischen

Die Bauzäune machen Kreuzungen unpassierbar und verwandeln die Straßen in Labyrinthe.

Unterwegs sind eigenwillige Kunstwerke hinter den Bauzäunen Hingucker. Im Flughafen bereits ein sieben Meter hoher knallgelber Teddy namens „Lamp Bear“ des Zürcher Künstler Urs Fischer. Die futuristischen Hotels wirken auf mich wie soeben gelandete Raumschiffe.
 
 

 
 
Doha ist eine glamouröse Hotel- und Museumsstadt inmitten einer riesigen Baustelle. Bauarbeiter in Leuchtwesten transportieren Material in Schubkarren. Poliere in Pluderhosen mit Turban haken Lieferscheine ab. Schwere Ladungen werden von Eseln heran gekarrt. Dazwischen flanieren Männer in weißen Gewändern. Man sieht ihnen den Stolz am Gang an. Erhobenen Hauptes tragen sie die Kuffiyas, die traditionellen Turbane der Beduinen. Jede Region im Nahen und Mittleren Osten hat ihre eigene Art, die Ecken des Tuches vorne, hinten oder hochgeklappt zu tragen. Dazu unterschiedliche Quasten, Webtechniken, Farben und Muster. Waad erkennt ihre Landsleute anhand der Farbe und der Art, wie sie die Kuffiya um ihr Haupt schlingen. Sie kann immer genau sagen, woher der Träger kommt: aus dem Oman, aus Abu Dhabi, aus Kuwait. Kataris zeigen durch ihre Gewänder, dass sie „die Hausherren“ sind. Denn 85 Prozent der Bevölkerung Katars sind ausländische Gastarbeiter. Das sei der Grund, warum die Kataris daheim nie westliche Kleidung anhätten, erläutert Waad.
 
 

 
 
Manche Männer haben einen Falken auf dem Arm sitzen. Es sind immer weibliche Tiere. Waad: „Nur die Weibchen lassen sich dressieren.“ Wenn sie krank werden, werden sie in eine Falkenklinik gebracht. Die unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von einem deutschen Krankenhaus für Menschen. Es gibt die Röntgenabteilung, Chirurgie, Gynäkologie, innere Medizin. Sogar Krankenkassenkarten werden eingelesen. Die Falken-Damen bekommen demonstrativ viele Küsschen und Streicheleinheiten von ihren katarischen Herrchen. Das Auswärtige Amt warnt Katar-Reisende hingegen vor allzu sichtbarer menschlicher Zuneigung: „Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist verboten.“

Es riecht nach Kardamom, Weihrauch und Minze aus den Shishas von Cafés am Straßenrand. Waad ist schwarz verschleiert. Jedoch zieren elegante Schuhe ihre perfekt pedikürten Füße und eine teure Handtasche ist immer griffbereit. Ich hingegen bin bunt und funktional angezogen mit Sonnenhut, Rucksack und Wanderschuhen. Wir sind ein nicht alltägliches Paar. Waad fühlt sich wohl unter ihrer Abaya, ihrem schwarzen Ganzkörperumhang mit Kapuze. Eine Schutzhülle vor unerwünschten Blicken, vor allem von fremden Männern. In den unterschiedlichsten Situationen des alltäglichen Lebens werden die Geschlechter „auseinander dividiert“, erklärt sie. So warten Männer und Frauen beispielsweise in Banken an unterschiedlichen Schaltern. Ich blicke mich immer wieder erstaunt um und frage Waad: „Kann Doha, eine Stadt aus Hotels, als Urlaubsziel attraktiv sein?“ Vor der Staatsgründung 1973 war Doha ein Mittelding zwischen Dorf und Kleinstadt.
 
 

 
 
Potential ist zweifellos vorhanden. Nicht nur für die sonnenhungrigen Europäer und Amerikaner, die die Outdoor-Spa-Bereiche und die Hotelbars bevölkern. Die Stadt hat einen langen Strand aus feinstem weißen Pudersand. Wie gemacht für eine Bacardi Reklame. Die sieben Kilometer lange, sichelförmige Uferpromenade „Corniche“ zählt zu den Attraktionen von Doha. Hier räkeln sich jedoch keine Bikini-Schönheiten bei Cocktails. (Alkohol ist außerhalb großer Hotels ohnehin verboten.) Noch nicht mal Frauen in Burkinis – der geschlossenen Badekleidung für islamische Frauen – nutzen den makellosen, jungfräulichen Strand. Die einheimischen Männer gehen genauso wenig im türkis blauen Prachtmeer baden. Dafür ist picknicken und mit einem historischen Boot, einer „Dau“, über die Bucht zu schippern, sehr beliebt. Die pittoresken Daus sind überall an den Küsten zu finden. Der Name für die charakteristischen Schiffe kommt vom Swahili-Wort „dau“ und bedeutet schlicht „Fischerboot“.
 
 

Unaufgeregt schwappt die vielgerühmte orientalische Gastfreundschaft über mich wie die Wellen, die den Bug unserer Barke streicheln, während wir in der Bucht herum schippern. Als ich hinterher beim Essen zahlen und mich revanchieren will, winkt Waad ab. Es sei undenkbar, dass ich in ihrer Heimat für sie Geld ausgebe. Und bestellt uns gleich noch einen einheimischen Kaffee, den sie mir in eine kleine Schale gießt. Er ist transparent gelb und kommt aus Äthiopien. Ich koste ihn zum ersten Mal in meinem Leben.

Schmeckt eigenwillig nach zitronigen, blumigen Aromen.

Doha ist in der Tat ein attraktives Urlaubsziel. Wenn auch nicht zum Baden. Und auch (noch) nicht unbedingt für westliche Urlauber wie mich. Katar gilt als Familienparadies, begeistert sich Waad. Überall entdecken wir phantasievolle öffentliche Spielplätze, die fast schon als Kunstwerke durchgehen. Betuchte Gäste aus Pakistan, Indien oder Iran wollen hier ausspannen. Sie genießen den westlichen Luxus und können sich doch auf ihre muslimischen Wertvorstellungen verlassen: Die einheimischen Frauen gehen verschleiert auf die Straße. In jeder Shopping-Mall gibt es einen Gebetsraum. Dafür weit und breit keinen Alkohol. Der größte Pluspunkt, findet Waad: „Wir sind eine Insel des Friedens fast ohne Kriminalität.“ Ganz anders als bei den Glaubensbrüdern in Syrien, Jemen oder Afghanistan. Das könnte daran liegen, dass die Kataris alles haben, was ihr Herz begehrt: Weltweit das höchste Pro-Kopf-Einkommen, obwohl sie sehr weit von einer 40-Stunden-Arbeitswoche entfernt sind. Ein Grundstück plus Haus pro Familie gibt es vom Staat so gut wie geschenkt. Die Männer halten sich die teuren Falken. Manche auch ein Pferd. Wer wollte da kriminell werden wollen?
 
 

Foto © Michael Schneider
 
 
Katar verströmt prickelnde Lebenszufriedenheit. Das Golfemirat ist noch nicht einmal 50 Jahre alt. 15 Prozent der weltweiten Erdgasvorkommen liegen auf seinem Staatsgebiet, das kleiner ist als Oberbayern. Katar will von der Staatengemeinschaft anerkannt werden. Deshalb auch die WM 2022. Deshalb werden Superlative gesammelt. Kapital und Erdgas, die (wirken, als würden sie) nie versiegen, pushen den sprudelnden Zukunftsglauben des Mini-Staats gewaltig. Alles ist möglich. Alles ist machbar. Die WM wird nicht wie sonst im Juni und Juli stattfinden, sondern im November und Dezember. Sie zu verlegen, hat nach anfänglichen Protesten geklappt. Die Temperaturen sind da vergleichbar mit unseren europäischen Sommern. Auch das Alkoholverbot wird wohl in dieser Zeit aufgehoben sein.

Kann ein Volk, deren Großväter noch als Perlenfischer oder Nomaden ihre Familien ernährten – und oftmals hungerten –, die mitunter weder lesen noch schreiben konnten, etwas mit all den architektonischen Überflügen anfangen? Mit einer WM? Mit all der Kunst im öffentlichen Raum? Waad bejaht. Weil ein junges, hungriges Land wie ihres das Engagement jedes Einzelnen schnell mit Bildung, Aufstieg und Erfolg belohnt. Das gilt keineswegs nur für die Einheimischen. Wer drei bis zehn Jahre in Katar lebt und arbeitet, kommt sagenhaft reich nach Hause, sagen die Gastarbeiter. Und kann sich hinterher in der Heimat ein Haus leisten. Ob das dann in Mazedonien, in Südafrika, in Usbekistan, in Tansania, in Indien oder in Osnabrück ist.

Sacha Toussaint ist Barchef im Hotel Shangri-la:

 

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Drittes Kapitel

Arabische Hochzeit

Die Apps auf ihren beiden Smartphones erinnern Waad mit einem sonoren Vibrieren an ihre islamischen Gebetszeiten. Dauert nur ein paar Minuten, erklärt sie.

Kann sie aber auch später nachholen. Gerade jetzt, wo ihre Hochzeitsmesse beginnt, hat sie keine Zeit dafür. Ich könne sie begleiten. Und schon bin ich mitten unter den zahlreichen zukünftigen Bräuten, die sich hier, im Kongresssaal meines Hotels, ein wenig wie aufgescheuchte Hühner über die aktuellen Trends beim Heiraten informieren. Ständig werden alkoholfreie Cocktails und köstliche Häppchen von jungen uniformierten Menschen aus aller Herren Länder serviert. Ich fühle mich wie im Schlaraffenland.

Die jungen Models huschen so erotisiert und manches Mal bauchfrei durch den Kongressraum des Hotels, dass ich um die islamische Moral bange. Bei uns im Westen sind die Bräute unschuldig, märchenhaft, elegant. Egal wie alt sie vor den Traualtar treten und gleichgültig, wie viele Kinder sie vor ihrer Trauung bereits geboren haben. Ich frage Waad, ihre Schwestern und ihre Mutter mehrmals, ob sich die Bräute wirklich mit so viel Sex Appeal präsentieren könnten? Wo sie auf der Straße immer gewissenhaft verschleiert sind. Nicht einmal die Haare dürfen da hervorschauen. Und wo sie doch bekanntermaßen als Jungfrauen die Ehe antreten. Ja, lachen sie, wir lieben Erotik. Ständig zücken die Schwestern ihre Smartphones. Filmen, um sich für den eigenen Hochzeitstag zu inspirieren. Ich kann es nicht fassen. Doch, doch, nicken sie mir amüsiert zu. Bei der Heirat sei die Braut die Schönste der Hochzeitsgesellschaft und Gäste verehren sie wie Göttinnen. Das sei arabische Kultur.

Hm, wie Sex-Göttinnen, denke ich über ein paar Modell-Bräute, die mit hochhackigen Schuhen lasziv über den Laufsteg flanieren.

Ein paar Tage später klärt sich dieses Rätsel auf. Als Waad mich zu einer richtigen Hochzeit mitnimmt. Eine ihrer vielen Cousinen heiratet. Ich ziehe mich langärmelig und bodentief an und umwickle ungeschickt meine Haare. Das erweist sich als unnötig. Braut Amira feiert ihre Hochzeit nur unter Geschlechtsgenossinnen. Ihre Haare sind kunstvoll toupiert und glitzern. Amiras Kleid offenbart eine Figur zum Anbeißen. Mit ihrem Outfit reizt sie hingegen keinen Mann durch ihre „Fitna“, ihre Verführungskraft. Der Begriff „Fitna“ taucht im Koran mehrmals auf. Mit dieser „Versuchung“ ist eine Prüfung gemeint, die so verführerisch ist, dass die Standfestigkeit des Glaubens – insbesondere von schwachen Männern – gefährdet ist. Das ist der Grund, warum sich Frauen in islamischen Kulturen verschleiern: Um bei Männern kein Begehren auszulösen.

Auf Amiras Hochzeit, wenn die Frauen ohne Verhüllung unter sich sind, haben sie einen Riesenspaß miteinander. Ob jung oder alt. Eine jede ist aufs Feinste herausgeputzt und wirft sich hüftschwingend zum Tanzen oder ausgelassen ans Büffet. Es wird geshakert, geherzt, umarmt und geküsst. Hinter verschlossenen Mauern und ohne Männer im Raum ist das kein Problem. Hochzeiten werden nach Geschlechtern getrennt gefeiert. Schade, dass ich kein Arabisch kann. Die weiblichen Hochzeitsgäste haben sich allesamt mit engen Abendkleidern, Make-up und opulenten Frisuren ausstaffiert. Super-sexy. Einige kommen neugierig zu mir.

Ich bin die Züchtigste im Raum.

Wie ein graues Entlein unter herausgeputzten Schwänen. Ich sagte dir doch, du brauchst nichts zu verhüllen, tadelt mich Waad. Manchmal heiraten Braut und Bräutigam übrigens an unterschiedlichen Tagen, erzählt mir eine andere Cousine und hilft mir, mein festgeklammertes Haarband zu lösen, damit sie mir wenigstens die Haare festlich verwuscheln kann.

Waad ist noch unverheiratet und die Rebellin der Familie. Sie hat vier jüngere Schwestern. Die zukünftigen Hochzeiten der Töchter sind allgegenwärtiges Gesprächsthema zu Hause. Arrangierte Ehen sind noch die Regel. Liebesheiraten die Ausnahme. Waad hat lange studiert. Aber wenn sie heiratet, dann wird es eine Liebesheirat. Auch bei ihren Eltern, einem jordanischer Papa und einer einheimischen Mama war es so. Seit zwei Jahren betreibt sie einen Modeblog und arbeitet als fest angestellte Kostümbildnerin beim Fernsehen. Nebenbei sponsort sie Mode-Events wie Hochzeitsmessen. Sie arbeitet nicht beim international bekannten Al Jazeera, sondern dem nationalen TV Sender. Beide Sender sind erstaunlich weltoffen. Einzig über das katarische Herrscherhaus Al Thani erfolgt auf beiden Sendern ausschließlich positive Berichterstattung.

Alle beruflichen Hierarchien, die in Waads Abteilung unter ihr arbeiten, bestehen aus Gastarbeiterinnen. Meist studierte, manchmal promovierte Ausländerinnen. Ohne Gastarbeiter geht es in keiner Branche. Während hierzulande immer auf die Bauarbeiter und den Billiglohnsektor geachtet wird, arbeiten in Katar zugleich viele hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer. Der Wüstenstaat kann bei weitem nicht seinen Bedarf an Fachleuten mit Inländern decken. Um dieses Defizit zu minimieren, werden alle jungen Staatsbürger ermuntert, zu studieren. Auch außerhalb Katars kann jegliches Diplom erworben werden.

Eine große Zahl katarischer Studenten wird daher mit Stipendien zum Studium ins Ausland geschickt. Waad war zum Aufbaustudium in London. Ihr Grundstudium absolvierte sie in Doha, im Forschungs-, Lehr- und Technologiezentrum „Education City“ mit seinen sechs amerikanischen Universitäten und einer Kanadischen Hochschule. Dazu gehört auch der „Qatar Science and Technology Park“, in dem Forschung auf Weltniveau betrieben wird. Waad repräsentiert den Bildungshunger ihres Landes gut. In akzentfreiem Englisch betont sie: „Arabische Kultur und Kunst sind nicht erst vor zehn Jahren entstanden.“

 
 
Fotos © Michael Schneider
 
 

Sie kündigt an, mich mit einem „German Car“ zu einer Tour durch ihr kleines Land abzuholen. Ich soll raten, welche Marke. Ein ganz umweltfreundliches Auto sei es. Ich hab keine Ahnung. Als Führerscheinlose. Tippe aber auf ein kleines E-Auto. Fehlanzeige. Ich steige in ihren Porsche Panamera und pfeife anerkennend durch die Zähne. Das merke sogar ich, dass das eine überdimensionierte Luxuslimousine ist. Die 30-Jährige lacht selbstbewusst. Ich zweifle an der Umweltfreundlichkeit. Waad zeigt mir: Bei jeder roter Ampel schaltet sich der Motor ganz von allein aus. Und startet ohne Mucken bei Grün. Nach deutschen Kriterien ist ihr Wagen so wenig umweltfreundlich wie Schweineschnitzel und Weißbier halal sind (den islamischen Essensvorschriften entsprechen). Waad hat sich alles im Leben alleine erarbeitet. Ohne sich zu verschulden. Ohne Geld von ihren Eltern. Ohne Ehemann. Als Kostümchefin beim Fernsehen.

Ihr Vorteil: Das Lohnniveau ist astronomisch hoch und sie muss keine Steuern zahlen.

Es gibt nur 300.000 Kataris. Das Volk wird nicht größer, denn auch wer einen Katari heiratet, erhält die Staatsbürgerschaft nicht. Nicht einmal nach vielen Jahrzehnten. Auch Kinder aus Mischehen erhalten sie nicht. Wegen ihres jordanischen Vaters hat Waad auch keine „volle“ katarische Staatsbürgerschaft, sondern bezeichnet sich augenzwinkernd als „Hybrid“. Weil sie – bis auf die Jahre des Studiums in London – immer in Katar lebte, gilt sie als Inländerin und profitiert von vielen Privilegien. Inländer haben eine Arbeitsplatzgarantie, falls sie berufstätig sein wollen. Falls nicht, auch kein Problem. Sie zahlen keine Steuern, keinen Cent für Wasser, Miete, Strom. Sollte es ihnen (oder ihren Falken, den allgegenwärtigen Haustieren der katarischen Männer) schlecht gehen, erhalten sie beste medizinische Versorgung. Wenn es sein muss, auch im Ausland. Kataris zahlen nichts für ihre Schulbildung und keine Studiengebühren.

 

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Viertes Kapitel

Wasser, Wüste, Wahhabiten

Wasser und Wüste gibt es ohne Ende.

Die Kataris (vielmehr ihre Bediensteten) waschen die Luxuslimousinen mehrmals die Woche, weil sich der Wüstenstaub über alles legt. Sie sprenkeln damit die Zierblumenbeete, die viele der Gehsteige flankieren. Es gibt Trinkbrunnen für die Spaziergänger. In den Luxus-Hotels sind Spa-Anlagen mit Dampfbädern und großzügigen Schwimmbecken. Viel Wasser in einer Steinwüste. Gewonnen wird es mit Entsalzungsanlagen aus dem Meer. Es scheint überbordend üppig zu fließen. Selbst an wasserreichen Flecken der Erde, wie in Skandinavien, wird man aufgefordert, Wasser nicht unnötig zu verschwenden. Hier nicht.

Wasser umgibt Katar. Das Land ist fast eine Insel. Es gibt nur einen Verbindungssteg zu Saudi-Arabien, dem großen Bruder, von der religiösen Ausrichtung auch wahhabitisch-islamisch. In Katar, ebenso wie in Saudi-Arabien ist die Lehre Ibn Abd al-Wahhabs (eine wortwörtlichen Auslegung des Koran) Staatsdoktrin. Es gibt keine Kinos, Alkohol nur in großen Hotels und Zusammenleben vor der Ehe ist undenkbar. Immerhin dürften in Katar Frauen schon längst – auch ohne männliche Erlaubnis – studieren und Auto fahren. (In Saudi-Arabien erst seit kurzem.) Wahhabiten nehmen für sich in Anspruch, die islamische Lehre authentisch zu vertreten. Alle anderen muslimischen Strömungen können schnell als unislamisch interpretiert werden.
 
 
Fotos © Michael Schneider
 
 
Gemäß wahhabitischer Lehre wird nicht nur verfolgt, was nach dem Koran verboten ist, sondern auch jede Handlung, die zu einer verbotenen Tat führen kann. Das bedeutet im Extremfall, dass es bei Anzeige wegen Vergewaltigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Opfers wegen „nichtehelichen Geschlechtsverkehrs“ kommt. In Deutschland unbedenkliche Äußerungen zu Religionsfragen können in Katar als Beleidigung des Propheten gelten und mit Gefängnisstrafen enden. Das auswärtige Amt warnt: „Diskussionen mit Polizisten oder Ordnungspersonal bringen nichts, wenn diese Personen Kataris sind. Es gilt die Regel, dass Kataris immer Recht haben. Jegliche Versuche, offene Punkte oder Probleme mit Diskussionen zu lösen, werden scheitern und nur zur Vergrößerung des Problems beitragen, vielleicht sogar völlig neue Probleme schaffen.“

Katar fördert wahhabitische Organisationen in allen Teilen der Welt. Es sollen auch Terrornetzwerke darunter sein. Wahr oder böses Gerücht? Das ist für mich noch schwieriger herauszufinden, als die Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit in der hiesigen Baubranche.
Ich frage bei Waad nach. Sie winkt ab:

„Mach dir keine Sorgen. Schau dich um. Siehst du nicht, wieviel Freiheit wir haben?“

Auch viele der Bauarbeiter sind Muslime. Abends stehen die Kräne auf dem weißen Sand von Doha still. Kleinbusse holen müde Männer ab, um sie in ihre Wohnunterkünfte außerhalb der Stadt zu bringen, wo all die Gastarbeiter wohnen. Ich fotografiere die Bautafeln und maile sie meinem Freund. Er simst zurück, dass die Vorschriften für Schutzkleidung (Helm, Sicherheitsschuhe, Leuchtwesten) auf ihn strenger wirken als in Deutschland. Aus der Nähe fotografiere ich immer wieder Bauarbeitertrupps und Baustellen. Der Freund antwortet mir, dass – soweit es meine wackeligen Bilder erkennen lassen – die Baustellen genauso gut abgesichert sind wie in Deutschland.

Waad bestätigt mir die Betroffenheit im Lande, seit sich die negative Presse über ausgebeutete Bauarbeiter weltweit verbreitete. Ihrer Meinung nach waren es immer die selben Bilder von den selben Arbeitern, die um die Welt gingen, was ihrer Meinung nach darauf schließen lässt, dass es schwarze Schafe gab. „Wie leider überall“, bedauert sie. Zugleich machten auf mich die Baustellen und die Busse, die die Arbeiter herumkurvten, einen guten Eindruck. Ebenso die freundlichen Gesichter der behelmten Männer in den Leuchtwesten.

Es ist der große Zukunftsoptimismus, der mir in diesem Land auffällt. Es ist die Hoffnung, die all die Einwanderer in dieses Land bringt. Sie strömen aus der ganzen Welt hierher und machen 85 Prozent der Bevölkerung aus. Etwa der junge Usbeke, der im Hotel schnell aufsteigt oder der deutsche Architekt, der hier bauen kann, was er zu Hause nicht mal entwerfen darf. Jeder, der das Land bereist, oder hier arbeitet, stimmt zu: Die Aussichten für die Fußball WM 2022 erzeugen Vorfreude. Katar wird sich als perfekter Ausrichter präsentieren, prophezeit Waad. „Am Ende werden alle sagen, sie war gut, die WM im Winter.“ ist sie sich sicher. Das Datum fürs Endspiel hat sie sich schon in beide Smartphones eingetragen: 18.Dezember. Katars Nationalfeiertag.
 
 

 
 

Von allen Ausländern, die hier arbeiten, höre ich, wie privilegiert sie sich fühlen, im Vorfeld der WM 2022 hier zu sein. Arbeitslosigkeit ist nicht existent. Egal, mit wem ich spreche, es herrscht eine Euphorie wie auf einem internationalen Studentenaustausch während der Hippiezeit. Jeder lobt die Möglichkeiten, die Katar bietet. Ich runzele die Stirn bei der Vorstellung, in Deutschland wären alle immer restlos begeistert. Was für ein Unterschied zu daheim: Öffentliche Kritik gibt es so gut wie nicht. Ist das der Preis? Die Kataris leben steuerfrei und sorgenlos und werden in jedem Lebensbereich gepampert. Ob im In- oder Ausland. Und doch: Bei all der Freiheit, frage ich Waad, beispielsweise während ihrer Studienjahre in London, auch der Freiheit, die in der futuristischen Architektur sichtbar wird und bei den (durchaus auch kritischen) Kunstwerken, weckt das nicht die Sehnsucht nach Demokratie?

Zum ersten Mal zögert Waad. Ihre Höflichkeit gebietet es, dass sie mir hier zaghaft antwortet.

Demokratie sei nicht immer das Beste, meint sie stirnrunzelnd. Hm, ja, denke ich. Denn wie alle Ausländer im Land verfolge ich gebannt die Präsidentenwahl in den USA, die in dieser Woche stattfindet. In allen Hotellobbys gibt es auf riesigen Bildschirmen Public Viewing. Trump gegen Clinton. Jeder nimmt Anteil. Wie bei einem WM Endspiel. Für die Amerikaner, die in Katar leben, ist es unfassbar, dass Clinton unterliegt. Immer wieder bleiben sie wie angewurzelt vor den Leinwänden stehen. Waad hat keine hohe Meinung von Trump. Dass er mehrmals Lügen verbreitete, und „unkontrolliert und gekränkt auftritt“ flimmerte auch über die heimischen Fernsehsender. Das wäre für ihren Emir „ga-hanz undenkbar!“ Wie können sich die Amerikaner nur für Trump entscheiden? Grundsätzlich hat sie nichts gegen Demokratie. Doch, dass wirklich jeder, auch jeder Ungebildete, zu Wahlen aufgerufen wird, erscheint ihr überschätzt. Der Emir sorgt für sie wie ein guter Vater, da brauche man in ihrer Heimat gar keine Demokratie.
 

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Fünftes Kapitel

Leben im Emirat

In Katar gibt es kein gewähltes Parlament. Und auch für die Zukunft sind keine Wahlen vorgesehen.

Ein Parlament oder politische Parteien existieren nicht. Der Emir ernennt lediglich die 35 Mitglieder der beratenden Versammlung „Madschlis asch-Schura“. Madschlis bedeutet Zusammenkunft. Staatsform ist die absolute Erbmonarchie. Die Scharia bestimmt die Gesetzgebung. Bürger und Bürgerinnen Katars wählen nur auf kommunaler Ebene die Gemeinderäte.

Ende Juni 2013 kam es nach knapp zwanzig Regierungsjahren zur Machtübergabe des langjährigen Emirs, Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani an seinen Sohn Tamim. Dieser Sohn – einer von angeblich 27 Kindern von drei Frauen – ist der zehnte Emir aus der Al Thani Dynastie, die Katar seit 1822 regiert. Der Emir-Vater, wie er seither genannt wird, ist der erste Regent in der Golfregion, der die Macht freiwillig, ohne Blutvergießen und bei klarem Bewusstsein abgab.

Ein wenig erinnern die sagenhaften Reichtümer der Herrscherfamilie an 1001 Nacht. Waad zeigt mir den Palast der Familie Al Thani. „Weißt du“ verdeutlicht sie mir ihre mangelnde Begeisterung für die Demokratie:

„Alle Emire in der Golfregion konkurrieren darum, der beste und gütigste Herrscher zu sein.“

Die fürsorgliche Regierung schützt die Bevölkerung vor viel Unheil wie Prostitution. Wie es sie längst im Nachbaremirat Dubai gäbe.

Der märchenhafte Regierungspalast der Herrscherfamilie mit seinen gewaltigen Ausmaßen trennt die Wolkenkratzer-Hotels vom historischen Teil der Stadt. Dort kann ich der katarischen Mentalität nahe kommen. Dieser ständig zitierten Fürsorge und Väterlichkeit des Oberhaupts.

In den vier Häusern des Msheireb-Museums wird die Sozialgeschichte Katars aufgezeigt. Wie sich die Hauptstadt des einstigen Nomadenvolks, das vom Fischfang und Perlentauchen lebte, innerhalb von drei Jahrzehnten zu einer Weltmetropole wandelte. Wie die Menschen früher in der Wüste überleben konnten. Durch Zusammenhalt. Durch die unbedingte Ausrichtung auf das Gemeinwohl. Wie das Volk vom Mittelalter in die Zukunft katapultiert wurde. In sieben Jahrzehnten vollzog sich ein Umbruch, der in Europa sieben Jahrhunderte dauerte. Einstmals dominierten Kargheit und Entsagung die Geschicke der Nomaden. Dieser bedürfnislosen Beduinen, die Katar auf Kamelen durchquerten. Selbst die imperialistischen Engländer, die sich den halben Erdball in ihr Commonwealth einverleibten, hatten – vor der Entdeckung des Öls – keinerlei Interesse an diesem Landstrich.
 
 

 
 

Im Mittelpunkt des restaurierten Radwani House aus den 1920-iger Jahren steht der Innenhof „Madschlis“, in dem die Familie Gäste bewirtete. („Madschlis“ wie das Pseudo-Parlament!) Trotz Armut und Wassermangel war die Gastfreundschaft enorm wichtig. Was ich sehe, hat schon vor Jahrhunderten so ausgesehen und was stattfand, dieser sprichwörtliche Zusammenhalt der Familien und Sippen, den gibt es seit Jahrtausenden. Ich bekomme Gänsehaut. Damit heutzutage auch die Bevölkerung vom Öl und Erdgas profitiert, anders als beispielsweise in Nigeria, dafür sorgt der Emir, doziert die Museumsführerin, eine Gastarbeiterin aus Palästina, mit erhobenem Zeigefinger.

Ich weiß, nicke ich ihr zu. Ich könnte selbst bald die Pressesprecherin des Emirs werden.

Wenn der Emir unterwegs ist, wird die Hauptstraße für ihn gesperrt. Er und sein Gefolge müssen nie im Stau stehen. Für die anderen Kataris sind die Staus kein Grund, sich aufzuregen. Sie sind Zwischenstationen. Sie dienen dem einen Zweck: Katar als Diamant in der Wüste entstehen zu lassen. Als leuchtendes Beispiel. Was Menschen vermögen. Was ein väterlicher Emir vermag. Die Bevölkerung ist unsagbar stolz darauf. Waad: „Nicht nur ein strahlender Diamant, eine ganze Schmuckschatulle wird die Großstadt Doha sein!“ Wenn alle Baustellen verschwunden sind. „Katar wird die Welt bei der WM mit orientalischem Charme verzaubern.“ Unter Waads Gastfreundschaft erliege ich widerstandslos der Magie des potenten Schlaraffenlandes.

Die größte Baustelle in Doha ist „The Pearl“. Sozusagen die Kronjuwelen der Stadt. Auf künstlich vorgelagerten Inseln entsteht eine skurrile Mischung aus kolossalen Wohnhochhäusern, exklusiven Strandvillen und Yachthäfen. Waad liebt The Pearl und führt mich am Freitag, dem islamischen Ruhetag, herum. Damit wir uns ungestört umsehen können. Ich zwicke meine Augen zusammen: Da gibt es ein Mini-Venedig mit Kanälen und Liegeplätzen für Yachten. Um das Klischee komplett zu machen, sticht ein Gondoliere durch die Kanäle, vorbei an einer nachgebildeten Rialto-Brücke. Die 30-Jährige Waad zweifelt so wenig an Katars Status als Kunstzentrum der arabischen Welt, wie an der Fertigstellung von The Pearl.

Von den 300.000 Inländern scheint jeder dem Emir oder dem Emir-Vater hin und wieder zu begegnen.

Mittlerweile schmunzle ich und vervollständige Waads Sätze wie eine Platte mit Sprung: „Unser Emir sogt für uns.“ Sie stupst mich an, lacht und deutet nach vorne, auf das Panorama durch die Autofenster. „In Doha ist Kunst für jeden da.“ Und da sind durchaus auch kritische Objekte darunter. Wie „Gandhis Drei Affen“ oder die hüfthohen Köpfe, bedeckt mit militärischen Helmen und Gasmasken aus Altmetall, beides Werke vom indischen Künstler Subodh Gupta, die zu Frieden und Diplomatie mahnen.

Das starke Bemühen um Kunstvermittlung bei der Jugend macht sich in Doha in jedem Museum bemerkbar. Immer ist der Eintritt frei. Für alle. („Der Emir!“) Die Museen sind stundenlang von fröhlichen Schulklassen bevölkert. Abends tragen die Kinder stolz die bunten Leinwände vor sich her, die sie unter kulturpädagogischer Aufsicht malten. In Katar gibt es seit neuestem die Bildungsinitiative „Jedem Kind ein Instrument“. Jedes Kind bekommt auf Wunsch ein Musikinstrument und dazu wöchentlich Unterricht. Gratis. Auch für die Kinder der Gastarbeiter aus dem Ausland.

In den letzten Jahren hat sich ihre Heimat zu einem Kunstzentrum von Weltrang entwickelt. Die stabilen politischen Verhältnisse sind dafür ein Grund, aber auch die wachsende Infrastruktur. „Sogar mitten in der Wüste haben wir Kunstwerke“, erklärt Waad. Dafür hat die zuständige Behörde – Qatar Museum Authority – sogar eine eigene Abteilung geschaffen. Man schaut sich in der Golfregion einfach gerne gegenseitig auf die Finger und lässt sich inspirieren. Katar registriert im Nachbaremirat voller Interesse den großen Erfolg des „Louvre Abu Dhabi“. Das stachelt an.
 
 

 
 

Das bisherige museale Flaggschiff Katars liegt auf einer aufgeschütteten Halbinsel an der Cornishe: das Museum of Islamic Art, kurz MIA. Der amerikanische Ausnahmearchitekt mit chinesischen Wurzeln Ieoh Ming Pei – mittlerweile 100 Jahre alt – schuf damit sein letztes Meisterwerk. Seit der Eröffnung im Dezember 2008 gilt das Museum als künstlerischer Höhepunkt Katars. Der Kubus hat diagonal versetzte Würfeln mit halbmondförmigen Öffnungen als Symbol für die geheimnisvollen Augen der verschleierten Araberinnen. Mit den unsagbar wertvollen Kunstwerken, die sich im Inneren befinden – Exponaten aus zwölf Jahrhunderten – will die Familie des Emirs Gemeinschaft in der gesamten arabischen Welt stiften. Waad begeistert sich: „Und das nächste Museum, unser Nationalmuseum, wird das MIA sogar noch übertreffen.“ Architekt ist der Franzose Jean Nouvel, gleichzeitig der Architekt des Louvre Abu Dhabi. Die atemberaubende Grundidee von Jean Nouvel sind die komplexen Rosetten der sogenannten Wüstenrosen – Strukturen, die sich in der Wüste bei der Verdunstungskristallisation bilden. Nouvel baut sie zigtausendfach vergrößert als Museumshülle nach.
 

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Sechstes Kapitel

Vom Gasgeber zum Gastgeber

Waad lenkt ihren Porsche Panamera über die flache Sandpiste.

Bei unserem Ausflug kann ich eine beliebte Freizeitbeschäftigung männlicher Kataris aus nächster Nähe erleben. Mit vierradangetriebener SUVs geht es Dünen auf- und abwärts: Dune Bashing. Die Fahrer lassen erst ein bisschen Luft aus den Reifen und heizen dann motor-röhrend durch die Wüste. Erstaunlich, welche steilen Abhänge so ein Landcruiser schafft. Der Sand spritzt in hohem Bogen vom Kotflügel. Nichts für Waad. Männerspielplätze interessieren sie nicht. Sie liebt Kunst und Kultur.

Nach zwei Stunden Fahrt und Plaudern erheben sich plötzlich in der Weite der Steinwüste vier je 15 Meter hohe Stahlstehlen. Der Künstler Richard Serra wollte damit die Endlosigkeit der Wüste durchbrechen. „Ost-West/West-Ost“ hat er sein Werk genannt, das er als die größte Erfüllung in seinem Schaffen bezeichnet. Den Kopf weit in den Nacken gelegt, stehen Waad und ich davor. Ich bin ein wenig ratlos. Waad strahlt. Voll ansteckender Begeisterung.

Und mit ihrem immer hoffnungsvollen Blick in die Zukunft.

Auch die Kleinbusse sind vermutlich voller Hoffnungen, wenn sie die Bauarbeiter durch das Land zu den vielen Baustellen bringen. Deren harte Arbeitsbedingungen haben sich verbessert. Es gibt vorgeschriebene Mittagspausen, größere Unterkünfte und Schutzkleidung, die strenger als in Deutschland geregelt ist. Mit westlichen Augen betrachtet ist es nicht optimal, doch alles wird besser.

Katar lebt einen orientalischen Zukunftsoptimismus. Das wichtigste Investment in die Zukunft ist die Bildungsoffensive und die überall sichtbare Kunst. Um gerüstet zu sein für die Zeit nach dem Erdgas, will der Wüstenstaat zu einem Zentrum für Kultur, Sport und Tourismus im mittleren Osten aufsteigen. Wer hierher kommt, sieht: Das ist schon passiert. Längst. Ich trage mir den Termin für das WM-Endspiel ins Handy ein. 18.12.2022. Davor will ich wiederkommen. Waad hakt sich unter: „Wirklich Zeit, den Blick vom Bauzaun zu heben, nicht wahr?“
 

* * *

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Von Dominik Mohr

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Traumschiff

Kreuzfahrt in der Karibik

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Ich wollte ausprobieren, ob ich ein normaler Urlauber sein kann. Der sich in die Sonne legt, all inclusive isst und trinkt, sich wohlfühlt im Wohlfühlprogramm des Reiseanbieters. Dem Abenteuer zu anstrengend ist. Ich mache eine Kreuzfahrt in der Karibik. Von Philipp Laage.

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Eine Episode von

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Karin Lochner

Karin Lochner bastelte sich mit 13 Jahren ein Faschingskostüm als Rasende Reporterin. Fünf Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Artikel im Münchner Merkur. Seither schreibt sie über Reisen, Essen und Brauchtum. 2013 gewann sie den Walliser Medienpreis (1. Platz). Wenn sie nicht unterwegs ist, unterrichtet sie Yoga und andere Bewegungskünste, die dabei helfen, sich biegsam in einen überfüllten Ochsenkarren zu schmiegen (Senegal), das Rütteln bei einer Überlandfahrt ohne Blessuren zu überstehen (Jamaica) oder das Schaukeln auf einem bockigen Kamel (Katar) mit Würde zu genießen. Die nächste Reise mit einem unkonventionellem Transportmittel kommt gewiss.

Leserpost

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  • Ralf Engels on 25. März 2018

    Sehr spannender Bericht über diesen außergewöhnlichen kleinen reichen Staat. Den Termin des WM Endspiels hab ich mir jetzt auch in den elektronischen Kalender gespeichert: 18.12.2022
    Bis dahin denk ich mal über das Wort „Fitna“ (»Versuchung« im Koran) nach, und ob das was mit Fit-ness zu tun hat… Fitna Fitness?

    Antworten
  • Farbenfreundin on 25. März 2018

    Auch ich habe Doha in Katar kennengelernt und sozusagen als Expad durfte ich hinter die Kulissen schauen. Ja, eine beeindruckende Stadt mit all den Facetten.

    Hätte mir einen wirklichen Spannungsbogen in dem Text gewünscht. Schade drum!

    Antworten
  • Gabi Hartisch on 25. März 2018

    Ein sehr gelungener Bericht. Bericht trifft es eigentlich zu wenig. Ich wurde richtig hineingezogen, obwohl ich mich zunächst gar nicht für Katar interessierte. Die vielen Facetten und der Wechsel zwischen bewegten Bildern, Interviews, Fotos und Gedanken haben mich richtig eintauchen lassen. Vielen Dank für diese Impressionen :-).

    Antworten
  • Petra on 25. März 2018

    Der Bericht hat mich tatsächlich neugierig gemacht auf ein Land, das für mich bisher kein attraktives Reiseziel war. Allerdings würde ich mir auch so eine einheimische Begleitung wünschen, um hinter die Kulissen schauen zu können.

    Antworten
  • Mingo Rauchfuß on 25. März 2018

    Spannend!, dieser Reisebericht von Karin Lochner – wie eigentlich alle ihre Reiseberichte!
    Spannend, wie sich „die Träume der Menschheit“ an den seltsamsten Orten und auf die seltsamsten Weisen erfüllen …
    … „Jedes Kind ein Instrument“ oder „Jedem Kind ein Instrument“ – oder ist das, eigentlich, dasselbe?
    Wieder so eine Lücke für die Nachdenklichkeit –
    … eine der „Core competencies“ in den Berichten von Karin Lochner, bei allem „Speed“ und aller Farbigkeit ihrer Texte.
    Vielen Dank dafür! Ein spannender Sonntagvormittag in einer ganz anderen Welt … Neuhausen in München … Doha in Katar …

    Antworten
  • Viola Lombard on 25. März 2018

    Ich finde der Bericht gibt einen sehr interessanten Einblick in ein teils märchenhaftes aber auch surreales Land. Arabische Lebensgewohnheiten werden durch die Autorin Karin Lochner vielseitig und persönlich beschrieben.

    Antworten
  • Kerstin Dittmar on 25. März 2018

    Bereits das Intro steht für das, was dieser Bericht in mir ausgelöst hat: meine verklärte westliche Vorstellung vom Morgenland und 1001 Nacht hat ein „Update“ erhalten, so wie aus dem märchenhaften nächtlichen Bild eine unerwartete Baulandschaft entsteht.
    Die Autorin erzeugt Bilder in meinem Kopf, lässt die Vorstellung von Gerüchen, Geräuschen, Hitze, dem Stolz der Kataris und was ihnen wichtig ist, für mich spürbar werden.
    Und sie macht mich nachdenklich: wie zufrieden ist man ohne materielle Sorgen aber dafür in manchen Dingen fremdbestimmt?

    Antworten
  • Susanne Müller on 25. März 2018

    Danke dir für diesen wunderbaren Reisebericht. Es sind vor meinem inneren Auge Bilder entstanden und ich konnte manche Eindrücke „riechen“.
    Und ja, jedes Land hat mehrere Facetten, nur leider werden meist die negativen und somit vermeintlich “ interessantesten“ in den Nachrichten gebracht.
    Um ein Land und seine Menschen zu verstehen und etwas darüber zu erfahren, sollte man eintauchen in dieses, und sei es auch durch eine Reise Geschichte.

    Antworten
  • Sabine Fiebig on 25. März 2018

    Eine unglaublich wortgewaltige und poetische Erzählung zu einer mir bislang ganz fremden Welt. Sehr spannend, informativ und geradezu lyrisch!

    Antworten
  • Marianne Schumann on 25. März 2018

    Sehr interessanter Artikel – mit schönen Fotos und Videos – über ein (noch) ziemlich unbekannges Land! Das Nachdenken über die Vor- und Nachteile der westlichen Demokratien im Vergleich zum Leben mit einem fürsorglichen Emir fand ich spannend!

    Dass sich Katar bereits jetzt darauf vorbereitet, wie es sich nach Versiegen der Gas-Vorräte behaupten kann – vorbildlich! Solche längerfristigen Überlegungen und Maßnahmen wären auch bei uns dringend notwendig (etwa im Hinblick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung)!

    Antworten
  • Andrea Kronmüller on 25. März 2018

    Der Reisebericht über Katar ist unglaublich spannend und interessant. Eine reale Märchenwelt voller Kunst und Kultur. Es ist so ganz anders, als ich es mir vorher vorgestellt hatte. Ich bin fasziniert und beeindruckt. Und freue mich jetzt schin auf die Fußballweltmeisterschaft 2022!

    Antworten
  • Ulrike Beschel on 25. März 2018

    Mir gefällt die offene, zugewandte und gleichzeitig kritische Art, mit der sich Karin Lochner dem nicht ganz unproblematischen Reiseziel Katar nähert. Diese ist bestens geeignet, mir dieses Reiseziel näher zu bringen, mich dazu zu bringen, mich damit auseinanderzusetzen, ein paar Vorurteile abzubauen und es vielleicht irgendwann zu besuchen (sicher nicht zur WM!)

    Antworten
  • Juliane Braun on 25. März 2018

    Ich kenne von Doha bisher nur den Flughafen beim Umsteigen nach Indien. Der Bericht macht Lust auf ein intensiveres Kennenlernen von Land und Leuten. Er gefällt mir, weil er viele Fakten enthält aber gleichzeitig ein buntes Stimmungsbild liefert. Ein Glücksfall, dass eine Einheimische so viele Einblicke geben kann – auch in die frauenspezifischen Themen.

    Antworten
  • sabine schreiber on 25. März 2018

    nach einer woche kopfschmerzen, fieber und infekt eine wirklich heilsame lektuere! der beste auftakt fuer eine schnelle rekonvaleszenz: macht lust auf die welt, auf losreisen, neues entdecken, aufbrechen, neubeginn! auch wenn meine nase noch nicht funktioniert, pulst der duft der arabischen gewürze durch mein gehirn und ich habe unglaubliche lust auf diesen goldenen kaffee!!!
    und urlaub. und reisen.
    danke fuer den inspirierenden bericht, die bilder, gerueche und eindruecke!

    Antworten
  • Bernadette Martial on 25. März 2018

    Ich bin extrem begeistert, wenn ich so einen Bericht lese. Es ist eine klare, attraktive und spannende, vielseitige und intelligente Erzählweise, die mir wirklich Lust gibt, weiter zu lesen, ganz bis zum Ende, und dann überlege ich mir ernsthaft hinzufahren.
    Die beschriebenen Fakten, Landschaften, Menschen oder Sitten sind die Widerspiegelung einer kultivierten Denkweise, die mir sehr liegt.
    Einfach umwerfend!

    Antworten
  • Annika on 25. März 2018

    Vielen Dank für den sehr interessanten Einblick in ein mir nicht bekanntes Reiseziel. Das macht wirklich Lust sofort in den Flieger zu steigen und selbst das Land zu entdecken!

    Antworten
  • Frau Rudolph on 25. März 2018

    Ich „räume“ gerade mit eigenen Vorurteilen auf! Dieser Reisebericht ist klasse, sehr sympathisch – warmherzig zugleich offen u. kritisch – geschrieben. Ich fand Katar nie reizvoll und für mich keine Reise wert. Aber jetzt bin ich überrascht und tatsächlich neugierig geworden! Katar kommt auf meine „Muss-ich-doch-selber-mal-gesehen-haben“-Reiseliste. Danke dafür!

    Antworten
  • Meindl Sabine on 25. März 2018

    Ein fesselnder und bunt schildernder Bericht – der einem einen neuen und aufschlussreichen Einblick
    in Land und Leute vermittelt. Die lebendige Schreibweise von Frau Lochner macht Lust auf mehr … lesen und erfahren.

    Antworten
  • Anita Hatton on 25. März 2018

    Ein unglaublich interessaner und informativer Artikel – man möchte gerne dabei gewesen sein!!!!!!!!!!!!!

    Antworten
  • Kerstin on 25. März 2018

    Sehr interessant , macht neugierig

    Antworten
  • Fröhlich-Landauer on 25. März 2018

    sehr informativ und sehr gut geschrieben.

    Antworten
  • Valentina Demmler on 25. März 2018

    Danke für dieses ausführliches Bericht! Es ist sehr authentisch, mit viel Humor und Liebe zum Detail geschrieben. Die tollen Fotos und Videos ergänzen die Geschichte perfekt. Ich habe sehr wenig über dieses Land gewusst, außer dass die WM dort statt finden wird. Aber nach dem Bericht ist mir klar geworden, wie vielfältig dieses Land ist. Karin hat sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, wie widersprüchlich die Entwicklung dieses jungen Staates verläuft. Auf einer Seite die modernen Malls, Gebäude, Studiumsmöglichkeiten, auf der anderen Seite strenge Verbote, Verschleierung und arrangierte Ehen. Ein Land voller Kontraste! Jetzt verspüre ich die Lust auch mal da eine Woche zu verbringen und das alles mit eigenen Augen zu sehen.

    Antworten
  • uta weilbach on 25. März 2018

    Dieser Bericht ist faszinierend. Ein Land, eine Welt, die mich bisher nicht so sehr interessiert oder gereizt hat – jetzt bekomme ich Lust zum selber Erleben…
    Katar ist umstritten, ja. Aber Karin Lochner hat eine gute Art gefunden, etwas von dem Land ‚rüberzubringen. Mag sein, dass auch der Blickwinkel ihrer „Gastgeberin“ Waad subjektiv ist, ganz sicher sogar. Dennoch gibt es dadurch viele Informationen über das Land, die man ohne dieser Begleitung nicht bekommen kann!
    Wie auch immer, das Eintauchen in ein Land aus „1001 Nacht“ ist etwas Besonderes, Faszinierndes und Interessantes. Und das mit der schönen Schreibweise – einfach ein Genuss schon beim Lesen!

    Antworten
  • Yvonne Rüchel on 25. März 2018

    Das war ein sehr interessanter Artikel. Gibt es noch mehr von Ihnen auf dieser tollen Website zu lesen?

    Antworten
  • Vanessa Wittmann on 25. März 2018

    mir gefaellt der reiseartikel! respekt so ein „heisses eisen“ überhaupt anzufassen.aber warum eingentlich nicht?! ich wusste nichts über katar, habe nur einmal den flughafen zum umsteigen genutzt. damals dachte ich mir: katar.. mh. ich weiss gar nichts über dieses land.. ich mag den stil, das hinterfragen und die tollen bilder! es ist auch sehr schön geschrieben. vielen dank für den einblick!

    Antworten
  • Dr. Angelika Holterman on 25. März 2018

    Eine sehr interessante Reisegeschichte, die durch Waad sehr authentisch wird. bewundernswert, wie die Autorin so schnell Vertrauen gewinnen und den Eintritt in die weibliche Gesellschaft gefunden hat. Die Geschichte der Hochzeitsmesse incl. der sexy Bekleidung war sehr spannend. Auch der Bezug zur hiesigen Meinung über Katar wurde – im Rahmen der Erfahrung der Autorin – glaubhaft konterkariert. Fotos und kleine Filme schufen Abwechslung und noch wieder andere Eindrücke.

    Antworten
  • Manu on 25. März 2018

    Ein toller Bericht über ein mir ziemlich unbekanntes und fremdes Land. Bisher dachte ich immer, die Kataris seien frauenfeindlich und autoritär, der Bericht zeigt auch eine andere, sympatischere Seite. Gut geschrieben

    Antworten
  • Peter Hundhammer on 25. März 2018

    Dieser Bericht über Katar ist hervorragend – Du hast aus dieser 30jährigen Schönheit unglaublich viele Sachen herausgekitzelt, und welch interessante Informationen! Ein Einwanderungsland wird Katar wohl nicht mehr…
    Ich habe den Link gleich an zwei Freunde geschickt, die sich für arabische Länder interessieren…

    Antworten
  • Anschi on 25. März 2018

    Danke für den interessanten Bericht, mit den tollen Fotos.

    Antworten
  • Andrea Schütz on 26. März 2018

    Sehr schön berichtet. Hat mir super gefallen, als wenn man direkt dabei gewesen wäre.

    Antworten
  • Gudrun.Penndorf on 26. März 2018

    Gerade weil Katar in letzter Zeit vielfach abfällig beurteilt wurde, habe ich mir die Story 2x mal durchgelesen und viel Spannendes darin gefunden: Besonders interessant die Investitionen in die Bildungspolitik, speziell die Ausbildung und Gleichstellung der jungen Frauen. Die anscheinend nicht mit 30 Jahren schon verheiratet sein müssen, sondern Karriere machen dürfen! Und Stelen von Stella in der Wüste oder das von Pei konzipierte MIA würde ich mir sehr gerne anschauen! Es sind ja nur 5 1/2 Stunden Flug.

    Antworten
  • Ingrid Hartmann on 26. März 2018

    Ein sehr schöner Bericht, es erinnert mich sehr an Dubai, von Katar habe ich vorher noch nichts gehört, außer die Nagativschlagzeilen um die WM :-) Ich interessiere mich sehr für andere Kulturen und kann auch akzepieren wenn Menschen anders leben.
    Ich kann mir gut vorstellen nach der WM, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind mal nach Katar zur reisen.

    Antworten
  • Uli on 26. März 2018

    Der wundervolle, superinteressante Reisebereicht von Karin Lochner hat mich entführt…bitte mehr davon!!!

    Antworten
  • H. Clüsserath on 26. März 2018

    Endlich Mal ein Artikel über Katar mit einer neuen, inspirierenden Sichtweise. Die Autorin wagt den Blick hinter die Kulissen, indem sie sich auf Begegnungen mit verschiedenen Menschen im Land einlässt und in ganz unterschiedliche Alltagssituationen eintaucht. Spannend und nah dran geschrieben. Hat mich neugierig gemacht auf ein Land, von dem man hier kaum was mitbekommt. Öffnet den Blick und macht nachdenklich und nd neugierig auf mehr.

    Antworten
  • Barbara Baier on 26. März 2018

    Wow, Katar mal aus dem Blickwinkel einer Einheimischen gesehen, hochinteressante Reportage über eine Welt, die uns eigentlich weitgehend unbekannt ist. Am besten und lustigsten zeigte sich dies in den Szenen mit dem Gegensatz zwischen der gestylten Araberin und der hochpraktisch gekleideten Deutschen. Spannend ist auch der geschichtliche Rückblick: erst Armut ,dann Reichtum und doch Bewahrung grundlegender Traditionen. Man kann immer auch was lernen von anderen Kulturen.
    Danach ist vielleicht ein Blick in den amnesty international Jahresbericht eine gute Ergänzung, damit man nicht vollends dem Charme des märchenhaften Reichtums erliegt.

    Antworten
  • Doris Schneider on 26. März 2018

    Interessanter Bericht ! Gut geschrieben, tolle Bilder!
    Bisher war Katar für mich negativ besetzt, jetzt habe ich viel über die unterschiedlichen Seiten des Landes erfahren.

    Antworten
  • Josef on 26. März 2018

    Ich liebe orientalische Länder und obwohl ich selbst noch nicht in Katar war, tauche ich beim Lesen ein in diese fremde Kultur. Die Berichte von Karin Lochner sind immer lesenswert – weiter so!

    Antworten
  • Christoph Bahr on 26. März 2018

    Hatte das Glück schon oft den nahen Osten individuell bereisen zu dürfen. Die Emirate bis dato leider noch nicht geschafft. Geiler Bericht, erfrischend geschrieben, reiselusthervorrufend, vor allem vorurteilsfrei und nicht so einseitig wie die üblichen Berichterstattungen von diesem Teil der Welt.

    Antworten
  • Elke Seeberger on 26. März 2018

    Liebe Karin,
    ich finde den Artikel sehr, sehr gut.
    Ich war erst auf einem Zwischenstopp in Doha am Flughafen auf dem Weg nach Indien.
    Da hab ich mir auch so meine Gedanken über Katar, die WM, verschleierte Frauen, Arbeiter aus andern Ländern, etc …….. gemacht.
    Deine Geschichte hat mich berührt, grad auch auf meine „Gedanken“ am Flughafen.
    Man sieht doch vieles anders und kann sich auch das Leben dort besser vorstellen. Der Abschnitt mit der Hochzeit hat mich wirklich ganz besonders begeistert. Ich wußte gar nix über die Frauen dort.

    Ich bin begeistert.
    Liebe Grüße Elke

    Antworten
  • Sabine on 26. März 2018

    Ein beeindruckender, umfassender Artikel über ein Land, aus welchem mir nur Doha als Umsteigeflughafen für Fernreisen geläufig ist. Die vielen Facetten, die beschrieben werden, finde ich sehr interessant.

    Antworten
  • Sigrid Waltraud on 26. März 2018

    Nicht nur sehr informativ sondern auch sehr intim. So einen Einblick in ein fremdes, mir bisher unzugängliches Land, hatte ich noch nie.
    Vielen Dank.

    Antworten
  • marc on 26. März 2018

    Sehr schöner Artikel. Auf jeden Fall ist mein Interesse für dieses Land stark gewachsen.

    Antworten
  • Alicia Frey on 26. März 2018

    Ein super spannender Artikel!! Alles ist sehr ausführlich beschrieben, sodass man eine genaue Vorstellung der Kultur erhält. Ich muss wirklich sagen, dass mich Katar als Urlaubsziel bisher noch nicht so interessiert hat.. doch nun bin ich neugierig geworden und werde es aufjedenfall auf meine nächsten Urlaubsziele setzen!

    Antworten
  • Charlotte on 26. März 2018

    ein fesselnder Bericht!

    Antworten
  • Bettina on 26. März 2018

    Wow – ein sehr lebhafter und spannender Reisebericht, vielen Dank. Als wäre ich selbst mit vor Ort gewesen. Schöne Bilder auch!

    Antworten
  • Stefanie Hutter on 26. März 2018

    Für mich als „Stubenhocker“( die nicht gerne fliegt), ein erfrischender und sehr lebendiger Bericht über eine Stadt von der ich bisher rein garnichts wusste. Während des Lesens träumte ich mich in diesen Abschnitt der Welt und irgendwie hatte ich das Gefühl dabei gewesen zu sein. Ganz toller Reisebericht!!!!!

    Antworten
  • Constanze on 26. März 2018

    Ein toller Reisebericht, der Fernweh weckt. Meine Reiseerlebnisse in den Emiraten werden wieder ganz präsent ebenso das Gefühl der Faszination für das Fremde und das Bekannte im Fremden.

    Antworten
  • Gaby Lechner on 26. März 2018

    Ganz toller Bericht, ich bin begeistert, Suuuuper!

    Antworten
  • Michaela Guggenbichler on 26. März 2018

    Ein beeindruckender Artikel, welcher auf erfrischende Art und Weise den Leser in die Hintergründe der sonst sehr verschlossenen Kulissen der Arabischen Welt eintauchen lässt.

    Antworten
  • Andreas Mönnich on 26. März 2018

    Tausend Dank für diesen Blick hinter die Kulissen. Keine banale Zwischenlandung wie so oft, sondern ein Volltreffer spannende Facetten von Katar. Dank dem Glücksfall, mit der so gebildeten, hilfsbereiten und gastfreundlichen Einheimischen namens Waad mitgenommen zu werden, ein rundum authentischer, bildhafter und total interessanter Einblick. Ich sehe Katar & Doha jetzt mit anderen Augen, meine Neugier ist geweckt.
    Andreas

    Antworten
  • Katrin Burger on 26. März 2018

    Interessante und lebendige Geschichte über ein Land, das mir so fremd erscheint, aber jetzt auch meine Neugier geweckt hat.

    Antworten
  • Thomas Ahlborn on 26. März 2018

    Das liest sich sehr spannend und lustmachend …
    Und die Vororteile über das Emirat werden stück für stück zumindest deutlich aufgeweicht !
    Danke für den Bericht !

    Antworten
  • Birgit on 26. März 2018

    Sehr interessanter Reisebericht, vorallem weil er mich bezüglich vieler Vorurteile sehr zum Nachdenken angeregt hat….Danke, Karin Lochner!

    Antworten
  • Julia Bellmann on 26. März 2018

    Ein sehr aufregender Bericht, man riecht, spürt und sieht Katar beim Lesen des Textes.
    Besonders gefällt mir der Rundumschlag der Autorin, man hat nicht nur Einblick in die typischen (aufgehübschten) Touristenattraktionen, sondern erfährt einiges über Kultur, Politik, das Land und die Leute.
    Herzlichen Dank hierfür!

    Antworten
  • J. Schmidt on 26. März 2018

    Super Reisebericht, ich bin auf die nächsten Ziele gespannt.

    Antworten
  • Fuchs Ulla on 26. März 2018

    Klasse Bericht hätte ich nicht gedacht ich war 2004 beim Stopover dort war damals auch Baustelle. Der Bericht fordert auf beim nächsten Mal ein paar Tage dort zu bleiben.
    Danke Karin für die Reise

    Antworten
  • Viola on 26. März 2018

    Ein wunderbarer Bericht!
    Ein Freund hat mir den Artikel über Katar empfohlen. Völlig unvermutet bin ich in dieses Land hineingezogen worden und würde nun tatsächlich selbst gerne dorthin fahren.

    Eine ungewöhnliche Berichterstattung bei der ich den Eindruck gewinne, dass das Land tatsächlich so wie beschrieben ist.

    Herzlichen Dank!

    Antworten
  • Uli on 26. März 2018

    Ein toller Bericht! Macht Lust auf mehr!

    Antworten
    • E. Jnerich on 26. März 2018

      Extrem interessanter Reisebericht. Kompakt und flockig geschrieben! Bin voll abgetaucht, in eine für mich so fremde Welt!

  • Johanna Kürzinger on 27. März 2018

    Ein sehr interessanter Artikel über Katar!

    Antworten
  • Natascha Stenzenberger on 27. März 2018

    aufschlussreich, unterhaltsam und sehr interessant.

    Antworten
  • Hedy on 27. März 2018

    Toll, ich finde es sehr schön auch mal eine andere Seite kennen zu lernen. Ich freue mich auf die nächste Reportage ,da ich keine Fernreisen machen kann.
    Hedy on 27.März 2018

    Antworten
  • Lucy on 27. März 2018

    Schöne Bericht lockt mich weiter zu lesen. Ich wäre gerne dabei, aber daüber zu lesen ist fast so gut.

    Antworten
  • Silke Siebert on 27. März 2018

    Ach, einfach fantastisch! ich liebe diese spritzig leichte Art zu schreiben von Karin Lochner ! ich kann eintauchen in diese so fremde Welt, wie eine kleine Reise, spannend und schillernd und informativ!
    Wo geht die nächste Reise hin? Ich kann es kaum erwarten mitzureisen…

    Antworten
  • Brigitte Axtner on 27. März 2018

    Eigentlich ist mein Bild von Katar nicht so positiv, aber nach diesem Reisebericht überdenke ich mein Bild doch noch mal.Das ist so interessant geschreiben, dass ich direkt neugierig geworden bin.

    Antworten
  • Rainer on 27. März 2018

    Ein toller Reisebericht, ich gratuliere ! Besonders die zwischengeschalteten Videos machen diesen Bericht äußerst interessant und abwechslungsreich. Zudem gibt er uns (auch durch die Katari Waad) tatsächlich einen viel besseren Eindruck als alle Zeitungsberichte in Europa. Ich kenne Dubai und Oman, Doha selbst nur als Abflughafen. Aber mit diesem Bericht wird doch auch eine Reise nach Katar interessant, schon aus Vergleichsgründen. Und nicht zwingend in Zusammenhang mit der WM, weil das doch nur amerikanische und europäische Einflüsse bringt, die m.E. nicht in diese Welt passen.

    Antworten
  • Conny on 27. März 2018

    sehr interessanter Artikel, vorallen die Infos zu Kultur und den Lebenseinstellungen der Bevölkerung. Macht Lust vielleicht mal nach Katar zu reisen.

    Antworten
  • Brigitte Karg on 27. März 2018

    Sehr guter Bericht.
    Und es ist so wie überall auf der Welt….
    Es gibt die guten und die schlechten Seiten von Systemen, Personen und Lebensformen.
    Sehr gut erzählt.
    Freu mich auf weitere Berichte.

    Antworten
  • Heide on 27. März 2018

    Ein spannender und interessanter Reisebericht, der einen kleinen Einblick gewährt in ein kleines Land, das oft sehr schlecht in der Presse wegkommt. Die Unvoreingenommenheit mit der sich Karin Lochner auf Land und Leute einlässt gefällt mir sehr gut. Der, Mix von Berichten, Fotos, Videos ist sehr gelungen – einfach wunderbar zum Eintauchen in dieses faszinierende Land voller Gegensätze.

    Antworten
  • Katharina on 28. März 2018

    Ein wirklich beeindruckender Bericht – nach dem lesn meint man fast dabei gewesen zu sein!

    Antworten
  • Gerlinde Schrock on 28. März 2018

    Dieser Bericht ist sehr ausfühlich und schön geschrieben. Man hat das Gefühl man ist persönlich auf dieser Reise dabei. :-)

    Antworten
  • Susanne Krapfl on 28. März 2018

    Der Bericht von Karin Lochner erspart einem die Reise in dieses -scheinbar von uns Deutschen verkannte- Land. Man meint dabei zu sein, wenn Sie von Ihren Erlebnissen mit Waad berichtet. Dieses Aufeinandertreffen war sicherlich eine glückliche Fügung, Mit dieser Reiseführerin an der Seite spürt der Leser die Hitze, riecht die Gewürze und vor allem denkt er am Ende des Berichtes anders über dieses faszinierende Land. Ich bin jetzt schon neugierig, was Karin Lochner nach Ihrem -im letzten Kapitel angekündigten- erneuten Besuch berichten wird und freue mich jetzt zum ersten Mal auf die WM, wenn mehr über das Land berichtet wird, wobei dieser Effekt von der Autorin sicher nicht beabsichtigt war.

    Antworten
  • Bert Butzke on 28. März 2018

    Ein Bericht, der Lust auf „Mehr“ macht. Allgemeine Informationen sind mit sehr lebendigen Innensichten verbunden. Karins Begeisterung von den persönlichen Erlebnissen und der Empathie mit der jungen Katharie lassen doch Platz für Distanz und Kritik am System.

    Antworten
  • Thekla Hartwig on 28. März 2018

    Auch und gerade weil ich bei Katar immer so etwas wie „Bauchgrummeln“ verspüre habe ich diesen Bericht gerne gelesen. Er ist schon so etwas wie eine Brücke zum Verständnis – so eindrucks- und verständnisvoll sind das Land, die Leute, die Gesellschaft und die Zusammenhänge beschrieben.Trotzdem bleibt mein „Bauchgrummeln“.

    Antworten
  • Ulla Zietelmann on 29. März 2018

    Liebe Karin,
    Ein interessanter Bericht über Katar.
    Es macht Lust dahin zu reisen.
    Herzlichen Glückwunsch
    Liebe Grüße Ulla Zietelmann

    Antworten
  • Uschi Mueller on 29. März 2018

    Bisher habe ich mich zwar nie für Katar interessiert. Aber durch diese „Travel Episodes“ wurde meine Neugier geweckt. So geht es mir oftmals, dass ich ein Land höchstens namentlich kenne und dann ganz plötzlich darauf brenne, es zu ERLEBEN! So erging es mir mit Japan, Nordwest-Amerika, Südafrika, den Kanaren, Florida und Schweden. Als nächstes Highlight steht im Oktober die Hurtigrute mit dem Postschiff auf dem Plan, worauf ich auch durch begeistertes Erzählen aufmerksam wurde. Weiter so, liebe Karin!

    Antworten
  • Dr. Alisa Douer on 30. März 2018

    I like this text very much, and I learned a lot about Saudi Arabia. thanks. Dr. Alisa Douer

    Antworten
  • Karl-Hugo Dierichs on 30. März 2018

    Chapeau!

    Antworten
  • Katharina on 30. März 2018

    Mal kurz in die „1001 Nacht“ Welt eintauchen und staunen, Neues lernen, Denkmuster lockern… und wunderschöne Bilder geniessen!

    Antworten
  • S.E. on 30. März 2018

    Tolle Einblicke in eine uns fremde Welt, interessant und abwechlungsreich erzählt mit tollen Bildern und Videos.

    Antworten
  • Daniel on 30. März 2018

    Klasse erzählte Geschichte

    Antworten
  • Julius Caesar on 30. März 2018

    Faszinierender Bericht, den ich mindestens zweimal lesen werde !!

    Antworten
  • Tatjana Reichhart on 31. März 2018

    Was wür ein wunderbarer Bericht von Karin Lochner über Katar, vielen Dank! Macht mir sofort Lust, dahin zu reisen und die von Karin gechlderten Eindrücke real erleben zu können.

    Antworten
  • Philipp Seidl on 31. März 2018

    Es wird wohl immer schwierig bleiben ein Land und dessen Gewohnheiten aus der ferne zu beurteilen. Vielen Dank liebe Karin für den unterhaltsamen vor Ort Einblick.

    Antworten
  • Caroline Klein on 31. März 2018

    Oh wie schön, den Bericht zu lesen kam mir vor wie damals als Kind mit der Taschenlampe unter der Decke :) Sehr schön geschrieben, mal sehen wann es mich nach Doha verschlägt.

    Antworten
  • Ruth Hermann on 31. März 2018

    Sehr spannender Bericht, ich hatte mich bisher noch nicht mit Katar beschäftigt und nur am Rande von den Vorbereitungen für die WM mitbekommen. Es war schön die Geschichte die zwei Frauen erlebt haben zu lesen.

    Antworten
  • Eva Kluge on 1. April 2018

    Tolle Reportage, mit viel Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen geschrieben. Angenehm unvoreingenommen.
    Habe selbst Islamwissenschaften studiert und über sieben Jahre in Nahost gelebt. Insbesondere der arabische Golf ist eine sehr widersprüchliche, aber auch spannende Region- eine Mischung aus extrem konservativ und traditionsorientiert, gleichzeitig jedoch massiv globalisiert (mit allen guten und schlechten Seiten) und, besonders aufgrund der durchschnittlich sehr jungen Bevölkerung, auch sehr dynamisch.
    Kommt in diesem Bericht gut rüber.

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  • Barbara Kraus on 1. April 2018

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser ausführlichen Reportage! Vieles ist bilderreich und lebensnah geschildert, sicherlich einiges sehr aus dem Blickwinkel der „Reiseleiterin“ Waad, für die ein Porsche Panamera ja auch ein umweltfreundliches Auto ist.

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  • Thomas Klöß on 1. April 2018

    Na da war ja informativ. Sehr schön beschrieben. Kurzweilig und spannen so wie ich die Berichte von Frau Lochner liebe. Vielen Dank dafür

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  • Ralf Halfen on 2. April 2018

    Interessanter Bericht mit vielen fasten und vollkommend unbefangenen so dass jeder seine Eigene Meinung bilden kann.

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  • Ralf Halfen on 2. April 2018

    Interessanter Bericht mit vielen fasten und vollkommend unbefangenen, die Bandbreite von Bauarbeiter über Königshaus bis zum Wellness und und..

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  • Sonja on 2. April 2018

    Ein interessanter und vielschichtiger Reisebericht, der zum Nachdenken anregt: ich habe viele Vorurteile und weiß eigentlich viel zu wenig über das Land – danke für die neuen Eindrücke und Informationen!

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  • Dani Lau on 3. April 2018

    Super interessanter Reisebericht mit Tiefgang, der Lust macht, sich einmal selbst ein Bild zu machen!!!

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  • Helga on 3. April 2018

    Ein sehr interessanter und informativer Artikel.
    Da wäre man gerne selber dabei

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  • Helga on 3. April 2018

    Ein sehr interessanter und informativer Artikel.

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  • Axel Munz on 3. April 2018

    Hallo Frau Lochner,
    ich bin wirklich ganz begeistert von ihrem Beitrag.
    Velen Dank für diesen interessanten Artikel. Man bekommt ja einen ganz neuen Einblick in dieses Land mit Hintergrundinformationen, die im Allgemeinen sicher unbekannt sind.
    Hoffentlich kommt bald mal wieder so tolles von Ihnen raus. MfG

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  • Bodhi Wilczek on 3. April 2018

    unglaublich interessant und spannend geschrieben

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  • Gerhard Keiling on 4. April 2018

    War sehr informativ und sehr kurzweilig durch die kleinen Videos. Obwohl ich kürzere Reisebericht vorziehe, hat mich dieser doch so gefesselt, dass ich Ihren nächsten Reisebericht sicherlich wieder lesen werde.
    Habe nun einen ganz andern Blick auf Katar und die WM.

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  • J.E. on 4. April 2018

    Sehr ausführlicher Bericht über Katar der neugierig auf das Land macht – bei meiner nächsten Zwischenlandung werde ich wohl einen längeren Aufenthalt (als am Flughafen) einplanen…

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  • Zé do Rock on 4. April 2018

    Ich weiss nich ob man nach ein par jahren arbeit in Katar zuhause alles leisten kann. Ich hab mal gegoogelt und da waren sehr verschiedene angaben über den durchschnittlichen monatslohn im lande: zwischen 2 000 und 20 000 euro monatlich. Aber vielleicht werden nur einheimische und „inländer“ gezählt? Ich jedenfalls fragte einen fahrer und einen verkäufer in einem laden, und sie verdienten um die 300 euro monatlich. Was schon zimlich gut für z.b. Bangladesh sein mag, aber nich mer so gut für Südafrika und noch weniger für Osnabrück. Klar, wer von Osnabrück nach Katar kommt, wird vermutlich ingenieur oder in irgendeiner branche ein expert sein, kaum jemand wird von Osnabrück nach Katar kommen, um die fenster an hochhäusern zu putzen oder als maurergehilfe zu arbeiten.

    Baden am strand: das nichtbaden is keine muslimische spezialität, sondern das baden is eine europäische erfindung, und nur europäer und ire nachfaren im amerikanischen oder australischen kontinent tun es. Andre völker können nix damit anfangen.

    Es mag eine angeneme WM sein, wenn ma sie in Qatar erleebt. Aber public viewing im freien in Mitteleuropa wird kein spass sein, zumindest für die bewoner der nördlichen halbkugel, wo die grosze merheit der menschheit lebt…

    Jedenfalls gefällt mir der artikel gut, alein schon wegen der tatsache, das es dem mainstrim-denken im westen widerspricht.

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  • Michael Hinterstoißer on 5. April 2018

    Ein ganz toller Bericht, der mir viele neue Informationen über Katar geliefert hat.

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  • Mona Hagner on 5. April 2018

    Ein wirklich sehr interessanter Einblick in eine für mich eher unbekannte Welt! Vor allem die vielseitigen Einblicke in verschiedene Lebensbereiche sind besonders spannend. Jetzt hätte ich auf der Stelle Lust, in das Land zu reisen…

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  • W. H. on 6. April 2018

    Es gibt massiven Vorwürfe zu Katar und sie beruhen sehr wahrscheinlich auf der Arbeit anderer journalistischer Recherche. Du hättest dich mit Personen (NGOs oder Journalisten z.B) die sich mit dem Thema befassen, oder/und mit unmittelbar Betroffenen unterhalten müssen. Ich finde es auch zu wenig, eine Frau, auch wenn es durch sie einen exklusiven Zugang in die katarische Gesellschaft gab, als einzige Protagonistin zu haben. Obwohl es großen Spaß macht, ihr zuzuhören. Und man, dank ihr, am Ball bleibt, beim Lesen. Sie ist auch sehr interessant, da ich so einiges über das Land erfahren habe, was ich vorher nie gedacht hätte: Beispielsweise, wie gebildet die jungen Leute oder dass nicht alle mit 30 bereits verheiratet sind. Dass die Museen freien Eintritt haben und zwar nicht nur für Inländer, sondern auch die Touristen. Ich habe meine bisherige Meinung hinterfragt. Insofern war der Artikel (abzüglich des Themas Baustellen) sehr gut.

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  • Christiane on 6. April 2018

    Ein toller Bericht, der mit vielen Vorurteilen aufräumt und auch mal *hinter die Kulissen / Bauzäune* schaut. Super geschrieben. Vielen Dank an die Autorin für diese Einblicke in eine andere Kultur und in eine andere Welt.

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  • Melanie Guluk on 7. April 2018

    Super interessanter Artikel über den Wüstenstaat. Auch ich bin neugierig geworden und werde wohl bald einen Besuch dorthin planen!

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  • Elke Fischer on 8. April 2018

    Mit ihrer unvergleichlich lebendigen Art zu schreiben schafft es Karin wieder mich mitzunehmen – es war WUNDERBAR MIT KARIN IN KATHAR

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  • Elke Kressin on 8. April 2018

    In andere Welten eintauchen – das sollten wir viel öfter tun. Denn es gibt so viel Erstaunliches zu entdecken – und Karin Lochner besitzt die wunderbare Gabe, uns Leser und Zuschauer behutsam an die Hand zu nehmen. Bei diesem Beitrag über Katar ist ihr dies wieder gelungen!

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  • Marianne on 8. April 2018

    Interessante Einblicke in eine fremde Welt. Sehr lebendig und kurzweilig geschrieben. Auch die Bilder/Videos sind klasse.

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  • Pepü on 9. April 2018

    Ein Text mit Herz und Verstand! Herzlichen Glückwunsch!

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  • Alexander Biedermann on 9. April 2018

    Sehr schöner Bericht, der die Reiselust weckt.
    Hoffentlich folgen noch weitere Reiseberichte :-)

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  • Kirstin on 9. April 2018

    Die Geschichte eines modernen 1001 Nacht-Märchen’s. Was wissen wir schon über diesen kleinen Inselstaat Katar? Vielen Dank für die einzigartigen Einblicke in das Leben der Menschen, ihren Tratitionen und der politischen Situation in diesem Land.
    Sehr informativ und interessant geschrieben.
    Gruß Kirstin

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  • Regine on 10. April 2018

    Ein sehr schön zu lesender und anzusehender Bericht, der in den Bann zieht und auf jeden Fall Lust auf Urlaub macht! Ob in Katar tatsächlich alles immer so „schmiegsam“ problemlos und rund dahinläuft, insbesondere für Nicht-Kataris – Karin fragt sich das ja auch. Es ist halt wie mit allem umd überall: komplex und kompliziert;-)

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  • wolfgang h on 11. April 2018

    sehr unterhaltsam und informativ. So ein kleiner Staat weiß wie man mit seinem Volk umgeht.
    Vielleicht mach ich mich auf den Weg dort hin.

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  • susanne on 11. April 2018

    Ein tolller Beitrag mit vielen neuen Erkenntnissen für mich. Die Hintergrund Daten bzgl. jeder bekommt Grundstück und Haus, sehr erstaunlich!
    Viele Grüße
    Susanne

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  • Wolfgang on 11. April 2018

    Ein sehr interessanter Artikel über das kleine Emirat.
    Denke immer noch an das Grundstück mit Haus für alle Einwohner.
    Sehr lobenswert, aber die Demokratie ist dann doch wichtiger.
    Viele Grüße
    Wolfgang

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  • Sandra Johnson on 11. April 2018

    Tolle Story! Auch wenn ich mich in der Vergangenheit nie wirklich für Katar interessiert habe, hat mich der abwechslungsreiche und fesselnde Artikel voll und ganz in seinen Bann gezogen. Besonders hat mich der Austausch mit der Einheimischen Waad inspiriert. Nach der Lektüre kam es mir durch die Beschreibung der vielfältigen Eindrücke fast so vor, als ob ich selbst schon einmal vor Ort gewesen wäre …

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  • Roswitha on 13. April 2018

    Ein wunderschöner, lebendiger, farbenfroher Bericht!
    Vielen lieben Dank!!
    Bisher war mir Katar ziemlich unbekannt.
    Der Bericht weckt die Sehnsucht, selbst mal hinzureisen

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  • Christian Bonk on 13. April 2018

    Wunderbarer Reisebericht von Karin Lochner über ein Land, das so sonderbar wir fremd erscheint. Und das schon bald in den Mittelpunkt des Weltgeschehens treten wird, sobald der erste WM-Fußball rollt. Immer noch kaum vorstellbar. Ganz ähnlich wie in Abu Dhabi oder anderen Emiraten lassen uns als Karins Mitreisende der Wohlstand und die Friedfertigkeit der Bevölkerung allzu schnell übersehen, wie unfrei diese Gesellschaften sind. Auch wenn der Emir stets für alle sorgt:)

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  • Weltbürger on 15. April 2018

    Frisch geschriebener Artikel… ja schon mehr ein umfassender Bericht
    über ein kleines Land, das ich bisher nur vom Flugzeugwechsel in Doha kannte. Auch natürlich aus Zeitungsberichten über die umstrittene Fußball-WM und die unwürdige Behandlung der Gastarbeiter.
    Karin‘s Bericht ist für mich in vieler Hinsicht ein wahrer Augenöffner, auch weil sie ein breites Spektrum von Politik, Wirtschaft, Kultur, Kunst, sowie umstrittener Themen beleuchtet und kommentiert.
    Werde mir überlegen, ob ich beim nächsten Flugwechsel einen Zwischenstopp in Katar einlege.

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  • Andreas on 16. April 2018

    Supi, sehr interessanter Bericht von Katar. Hier wird Katar von einer anderen Seite gezeigt. Macht ein sehr neugierig das Land kennen zu lernen. Nur können wir dort Weltmeister werden?

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  • Ilka on 17. April 2018

    Pro Fernweh und contra Schwarz-Weiß-Denken: ein inspirierender und abwechslungsreicher Reisebericht, bildhaft und erfrischend locker geschrieben. Nur das Ende ist mir zu unkritisch. Fata Morganas narren Augen und Verstand, doch vor lauter Zukunftseuphorie aus 1001er Nacht darf sich dieser nicht über die Wichtigkeit der Demokratie und das Zupflastern der Wüste (auch ein Ökosystem) hinter den Bauzäunen hinwegtäuschen lassen.

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  • Stefanie on 18. April 2018

    Danke für deinen Tipp ! Ich mag deine Beiträge sehr !! :)

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    • S. on 21. April 2018

      Man hat ja so seine Vorurteile, zugegebenermaßen. Ich wusste bisher nichts über dieses Land, außer dass dort die Fußball WM stattfinden wird und dass die Bauarbeiter ausgebeutet werden. Der Reisebericht der Autorin (von der wir schon mehrfach interessantes in diesem Blog gelesen haben) zeigt viele Facetten dieses Landes, sicherlich keine hochpolitische Recherche, das möchte er ja auch gar nicht sein! Wir Leser bekommen vielfältige Informationen, die begeistern und erstaunen, die uns träumen lassen von dieser exotischen fremden Welt. Die aber auch durchklingen lassen, dass es auch andere Aspekte zu betrachten gibt.
      Als Reisebericht sehr gelungen und anregend, sich näher mit diesem Land zu befassen.

  • Siglinde on 19. April 2018

    Bisher hatte keine Ahnung von diesem Land, aber jede Menge Vorurteile. Die Story ist informativ, schillernd und doch nicht abgehoben. Sie regt dazu an, dieses oder jenes mal neu zu denken. Und dazu diese schönen Bilder….Man könnte sie fast beneiden, die Kataris um diese ganz andere Welt, in der sie leben…. Doch die Autorin vergisst nicht – bei all der Begeisterung, die man ihr anmerkt – auch die Schattenseiten dieser fremden Welt zu zeigen. Es lohnt sich, den Bericht öfter zu lesen.

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  • Cody Guluk on 24. April 2018

    Great read! Can’t wait to hear about your next adventures! Keep travelling and keep writing :)

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  • Mikail on 24. April 2018

    Karin Lochner ist eine ganz tolle Frau. Ich habe sie pesönlich kennen gelernt.
    Lieben Gruß von Filiz und Mika

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  • Frauke on 25. April 2018

    Ein sehr eindrucksvoller Bericht über ein mir noch unbekanntes Land. Bei der Fußball WM habe ich bestimmte interessante Bilder im Kopf, die nichts mit Fußball zu tun haben.

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  • Renate Geist-Wree on 28. April 2018

    Was für eine wundervolle Möglichkeit ein neues unbekanntes Land zu bereise!. So schafft es Frau Lochner mit Ihrem fließenden lockeren Schreibstil doch immer wieder meine Sinne so zu beflügeln, dass sich nach dem Lesen bei mir das Gefühl einstellt wirklich in an all diesen Orten gewesen zu sein. Vielen Dank für diese Horizonterweiterung!

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  • peter von felbert on 11. Mai 2018

    das aufmacherbild von michael schneider ist eines der grossartigsten fotos, dass ich in den letzten jahren gesehen habe.

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  • Mario Falcke on 14. Mai 2018

    Liebe Karin, der erste Reisebericht den ich von dir las und zu schätzen weiß. Ich hätte mir noch mehr politische Hintergründe gewünscht, z.B. über die Scharia, die beschämende Haltung zu Israel u.a. mehr.

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