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The Travel Episodes


 

Großbritannien

Wall und Graben – Ad Fines Imperii Romani

von Wolfgang Schaub

 
Acht Jahre war ich, als mich meine Eltern zum ersten Urlaub nach dem Krieg ins Kleine Walsertal mitnahmen. Zum ersten Mal über eine Grenze ins Ausland – das doch noch so deutsch war: Die Zollgrenze lief oben auf den Bergen, die politische Grenze unten im Tal. Zum ersten Mal wurde ich aufmerksam auf seltsame Phänomene, die Grenzen zu bieten haben. Mit 13 stand ich mit einem Bein in Österreich, mit dem anderen in der Schweiz – auf der Schesaplana im Rätikon. Auf dem Montblanc habe ich erfahren, dass sich Italien und Frankreich um den Gipfel streiten. In den Pyrenäen erlebte ich die Fasaneninsel im Bidassoa, die halbjährlich ihre Zugehörigkeit zu Frankreich oder Spanien wechselt, und besuchte die Enklave Llívia – und da war ich für den Rest des Lebens für Grenzen eingenommen.

Seit wann grenzen Staaten ihre Machtbereiche gegeneinander ab? Das war nicht immer so, aber mir scheint, die Chinesen mit ihrer Mauer haben damit angefangen, ihre Grenze sogar noch zu befestigen, und so zieht sich eine Spur über das Römerreich mit seinem Limes und die DDR mit der Berliner Mauer bis hin zu Donald Trump, der gerade einen „Mauer“ genannten Plastikwall gegen Mexiko errichtet.

Nun bin ich 75, und noch immer begeistern mich Grenzen. Möwengeschrei begrüßt mich, als ich morgens mit der Fähre in Newcastle-upon-Tyne lande. Ich trete an, um den Hadrianswall abzuwandern, den der römische Kaiser Hadrian ab dem Jahr 122 im Norden der Provinz Britannia errichten ließ, um seinem Volk indirekt mitzuteilen, dass die Welt nicht unendlich war und dass man, wenn man als Reich überleben wollte, auch einmal innehalten und konsolidieren sollte.
 

 
Quer durch den Norden Englands zieht der Hadrianswall noch heute und verbindet Northumbria im Osten mit Cumbria im Westen, und genau so soll meine Wanderrichtung sein: gegen den Wind. Was habe ich dabei? Rucksack, Schlafsack, Isomatte, Anorak, regenfeste Wanderschuhe, eine alte Hose und ein Minimum an Wechselwäsche. Dazu den üblichen Kleinkram, von Seife bis Landkarte, von Wanderplan bis Ersatzbrille.

Apropos Wanderplan: Meine Reisen sind „selektiv“. Ich definiere ein Ziel, das meiner Leidenschaft für Grenzen entspricht, und suche nur das zu erreichen, ohne viel Blicke nach links und rechts. Meine Reisen bedeuten Arbeit und Mühe. Alles muss akribisch dokumentiert werden. Ich möchte sehen, forschen, aufspüren, untersuchen. Bloß mich nicht den Massen anschließen, stattdessen allein sein, Außergewöhnliches tun. Jetzt also gilt es, von A nach B zu kommen, vom Kastell Segedunum im Vorort Wallsend von Newcastle zum Kastell Maia in Bowness-on-Solway an der gleichnamigen Meeresbucht.

117 Kilometer sind das; dafür kann ich, wenn ich Landschaft und Römerreste fühlen, spüren und erleben will, mindestens 12 Tage rechnen. Dazu kommen Pausen, die ich einlegen will, wenn es gar zu arg regnen sollte; Pausen zum Kurieren von Blasen an den Füßen; Pausen zum Wäsche Waschen und Trocknen. Aber: Genau wegen diesen Unwägbarkeiten habe ich keine festen Unterkünfte gebucht. Weiß ich, wie lange mich jeden Tag meine Füße tragen werden? Nur eines weiß ich sicher: Nach 16 Tagen wird mich eine Fähre wieder von Newcastle zurück zum Kontinent bringen. Dazwischen liegen 16 Großkastelle fein säuberlich an den Resten einer dicken Mauer, eines rückwärts liegenden Breitgrabens, genannt „Vallum“, und eines im Vorfeld ziehenden Wehrgrabens aufgereiht, an einer Folge von 80 kleineren Kastellen im Abstand von je einer römischen Meile, sogenannten Meilenkastellen. Und zwischen diesen jeweils zwei Wachtürme in regelmäßigen Drittel-Abständen, zusammen 158 an der Zahl. Manche sind als Mauerreste erhalten und fein anzuschauen, andere als Fundamente unterirdisch begraben und unsichtbar. Wo immer Menschen in der Nähe wohnten, haben sie Steine für ihre eigenen Häuser geraubt, bis nichts mehr da war.

Die ersten Abschnitte des Wanderwegs stellen mich auf eine harte Geduldsprobe: Die Stadt Newcastle ist zu durchwandern, wenn ich auf der Spur des Walls bleiben will. Erst am zweiten Tag finde ich mich in offener Landschaft, frei von Zwängen.

Für meine Zeitreise 1900 Jahre zurück in die Antike brauche ich weder ein eigenes Auto, noch einen Bus. Meine Landkarte verrät mir, wo es Wasserstellen gibt, an denen ich meine Flasche auffüllen kann. Wenn es Abend wird, suche ich mir ein trockenes Wiesenstück und breite dort meinen Schlafsack aus. Es ist Juni, die Tage sind lang, die Nächte hell. Einen schlechten Nachtschlaf im Gelände gleiche ich mit Mittagsschläfchen im Schatten eines seltenen Baumes aus. Ja, selten, denn Wald gibt es hier nicht so recht; dafür freie Sicht über Wiesen und Weiden bis zum Horizont – ich verliere jedes Gefühl für Zeit und Raum.

Und illegal ist mein Treiben überdies noch – oder? Campen ist am Hadrianswall verboten, doch campe ich, wenn ich hier einfach nur schlafe? Es gefällt mir, mich randständig zu verhalten. Ich möchte nicht der normalen Masse angehören. Ich bin frei, nur an die Perlenschnur von Wachtürmen, Meilenkastellen und Großkastellen gebunden. Um dies zu erleben, brauche ich nicht nach Fernost oder Afrika zu fliegen: hier in Europa lässt sich Freiheit viel ungezwungener leben als in Ländern mit fremden Kulturen.

So kann es passieren, dass ich schon um 4 Uhr morgens von meinem Nachtlager aufspringe, mich am nächsten Bächlein wasche, schnell ein Brot mit Wurst einschiebe und meinen Weg auf dem Wanderpfad wieder aufnehme – völlig ungebunden. Nur eine neue Achtsamkeit leitet mich: Bodenwellen im Gelände, die auf die Reste des Vallum und des Wehrgrabens hinweisen, Feldbegrenzungs-Mäuerchen auf den Fundamenten des in die Erde versunkenen Hadrianswalls und fest gemauerte Reste, die erhalten sind oder von Restauratoren wieder aufgemauert und befestigt worden sind, Wanderzeichen, Zaun-Überstiege, Wegweiser.

Heute will ich so zum Beispiel die Strecke von Chesters nach Housesteads schaffen. Noch begleitet mich die Erinnerung an das römische Badehaus in Chesters, dem alten Cilurnum, an die Sammlung von Inschriftensteinen und Altären, die hier vor 150 Jahren John Clayton angelegt hat, dem Ersten, der sich um die Erhaltung des Hadrianswalls kümmerte, an das neckische Relief eines Phallus im Fundament des Widerlagers der ehemaligen Römerbrücke über den North Tyne, der böse Geister abwehren sollte, und schließlich an das komfortable Badehaus am Flussufer, das den römischen Soldaten zur Erholung und zum Zeitvertreib diente. Erst 1400 Jahre nach dem Abzug der Römer aus Britannien hat die Welt wieder diesen Standard an Luxus und Hygiene erreicht, wie ihn die Römer kannten!

Dann ist es das Tagewerk der Wanderung entlang des schnurgeraden Landsträßchens, immer nach Westen. Anlegen ließ es General Wade Ende des 18. Jahrhunderts just auf den Fundamenten der Mauer des Hadrianswalls, als es in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Schottland nötig war, Truppen schnell von West nach Ost zu verlegen: Genau wie es die Römer zuvor taten, als sie die Extrempunkte ihres Walls parallel mit einem „Military Way“ verbanden.

Es ist Abend, als ich aus einer Talsohle aufsteigend das Kastell Vercovicium auf einer Anhöhe erreiche, heute benannt nach der Housesteads-Farm in seiner Nähe. Die Eingänge des Kastells sind kontrolliert versperrt, so dass ich mir eigentlich von Süden her, Eintritt zahlend, Zutritt verschaffen könnte – wenn das Kassenhäuschen nicht schon geschlossen hätte. So klettere ich unbemerkt über das Gatter am Osttor und bin drinnen.
Niemand ist mehr hier auf dem ganzen 1,5 Hektar großen ummauerten Gelände, auf dem sich einst römische Soldaten tummelten. Schnell habe ich die Runde gedreht, um im letzten Abendlicht noch die Fotos zu erhaschen, die ich für meine Dokumentation brauche: die vier Tore mit ihren Wächterkammern, das Hauptquartier in der Mitte, das Prätorium, in dem der Lagerkommandant mit seiner Familie wohnte, die Baracken der Soldaten, den Backofen an der Kastellmauer – alles nur Fundamentreste. Auch ein „Bastle House“ gibt es hier, wie der Name sagt ein wie eine Bastille befestigtes mittelalterliches Bauernhaus, Zeichen unruhiger Zeiten, als umherstreifende Räuber die Gegend zwischen Schottland und England verunsicherten und sesshafte Bauern ihr Hab und Gut hinter Mauern sichern mussten. Was war die Grenze zu Römerzeiten dagegen vergleichsweise wohl geordnet! Zwar richtete sie sich gegen die „Barbaren“ im Norden, doch war sie auch für Handeltreibende durchlässig wie auch für römische Truppen, wenn es nötig war, rebellische Barbaren in einem Straf-Feldzug zu zügeln.

Es dämmert, als ich mich zu einem Nachtlager niederlasse. Der Himmel ist klar. Im Westen, von den Höhen des Steel Rigg, bis zu den Wäldern des Kilder Forest im Nordwesten ist alles in ein Goldorange getaucht, in dem die Sonne blutrot versinkt. Wo bin ich? Ha! Im ehemaligen Wassertank, der die große 16-Sitzer-Gemeinschaftslatrine unter mir mit Spülwasser versorgte. Heute ist es der einzige trockene und ebene Lagerplatz weit und breit, umfriedet mit einigen senkrecht stehenden Steinplatten. Und vollkommen sicher: Heute abend, heute nacht wird niemand kommen, um meine Ruhe zu stören, und morgen werde ich schon längst wieder auf den Beinen sein, wenn die ersten Touristen hereinströmen.

Ich entledige mich meiner Wanderschuhe und breite die Iso-Matte aus, um darauf mein Abendbrot aufzustellen: ein paar Scheiben Brot aus einer Plastiktüte vom letzten Einkauf bei der Tankstelle von Chesters, eine Dose mit Butter, die Hartwurst aus Deutschland, ein Glas saure Gurken, ein paar Tomaten und ein Messer. Ich brauche weder Löffel noch Gabel; ein Messer erfüllt alle Funktionen.

Um mich herum totale Stille. Ein paar Vögelchen hüpfen zutraulich herbei, um von den Krümeln, die ich hinterlasse, etwas abzubekommen. Ich könnte sie mit den Händen fassen, wie sie da piepsen und mich mit schiefgelegten Köpfchen betrachten. Ist das nur mir vergönnt? Weil ich als Einzelner nicht mehr den Frieden störe? Mich überkommt plötzlich eine Welle der Dankbarkeit – ich darf Dinge erleben, die andere sich nicht einmal vorstellen können, weil sie im Trott des Mainstreams befangen sind.

Das Abendessen ist beendet, alle Reste im Rucksack verstaut. Nun dienen Isomatte und Schlafsack als Unterlage. Ich strecke mich der Länge nach aus und starre in den bleigrauen Abendhimmel. Ein einsames Flugzeug zieht da seine Bahn über mich hinweg und lässt einen faserigen Kondensstreifen hinter sich. Ist es der Flug von Frankfurt nach New York? Gerade wandelt wahrscheinlich eine Stewardess zwischen den Sitzreihen: „Coffee? Tea? Coffee? Tea?“ und immer wieder dasselbe, hundertfach. Gelangweilte Geschäftsleute und schläfrige Touristen. Was für ein abgrundtiefer Stumpfsinn! Hier frägt mich niemand, was ich will; ich habe alles in meinem Rucksack dabei. Coffee und Tea brauche ich nicht: Wasser genügt.
 

 
Die Schatten um mich herum werden länger und verschwimmen bald im Dunkel der hereinfallenden Nacht. Irgendwann schlüpfe ich in meinen Schlafsack und schiebe den Rucksack als Kissen unter meinen Kopf. Gerade weich ist mein Lager nicht, aber erträglich. Die römischen Soldaten in ihren Barackenlagern werden damals auch nicht besser geschlafen haben. Der Abendwind weht angenehm kühl – über mir die helle Venus. Es ist der einzige Stern am Himmel, den ich zum Abschied von diesem Tag noch sehe.

Da ich müde vom Wandern bin, fallen mir die Augen schnell zu. Mitten in der Nacht wache ich auf, da mich ein gewisses Bedürfnis plagt. Über mir die ganze Pracht der Milchstraße mit ihren Millionen von Lichtpunkten und -pünktchen. Den Großen Wagen kann ich ausmachen und abgeleitet von der hinteren Wagenkante fünffach verlängert den Polarstern. Ich lege mich in meinem Schlafsack auf die Seite und versuche, das Bild in mich aufzunehmen.

Schlafe ich wieder ein? Kann ich überhaupt? Es scheint mir zu gelingen, denn als ich wieder aufwache, stehen die Sternbilder verdreht. Ich muss mindestens 2 Stunden geschlafen haben. Jetzt treibt es mich dazu festzustellen, wieviel Uhr es ist. Also Griff nach der Taschenlampe: 2 Uhr 55. Also wieder hinlegen und noch einmal versuchen dahinzudämmern.

Es ist halb-fünf, als ich mich endlich aufraffe und meine steifen Glieder in Bewegung strample. Der Horizont im Osten ist schon hell – ein neuer Sonnentag kündigt sich an. Also schnell gefrühstückt, dasselbe wie gestern abend, nur anstatt der Gurken jetzt einen Apfel und anstatt der Wurst Käse aufs Brot. Das kühle Wasser aus der Colaflasche zum Runterspülen. Dann bin ich wieder bereit.

Heute soll die landschaftlich aufregendste Strecke am Hadrianswall folgen, über die Aufwölbungen der Crags, die die Römer als natürliches Bollwerk genutzt haben. Ein ständiges Auf und Ab ist das, die Wegspur oft als Treppe ausgebaut. Über das ausgezeichnet erhaltene Meilenkastell 37 mit seinem halbrund geöffneten Torbogen nach Norden – Blick in die Ewigkeit der Schafweiden der Pennines – und den Vermessungspunkt 325 beim Wachturm 37B geht es hinunter in eine Senke – mit fantastischem Blick auf das tiefe Blau des Crag Lough, an dessen Ufer sich Kühlung suchende Kühe die Beine im Wasser vertreten. Atemberaubende Tiefblicke auf den See folgen, als ich über die Kante der Highshield Crags ziehe. Die Sonne steht jetzt schon hoch am Himmel und brennt, aber unangenehm warm wird es in Nordengland auch im Hochsommer nie.

Die ersten Wanderer begegnen mir, als ich in die scharfe Senke der Sycamore Gap absteige. Der einsame, windgeschützte Bergahorn hat einst als Staffage für einen Robin-Hood-Film gedient. Heute hat sich eine deutsche Schulklasse auf Klassenfahrt zu seinen Wurzeln versammelt. Der Lehrer pickt sich die beiden Schüler heraus, die Leistungskurs Geschichte belegt haben. Die Armen müssen ein Stegreif-Referat über Kaiser Hadrian halten. Ich würde mir wünschen, alle deutschen Schüler wüssten so viel über einen Kaiser, der seiner Zeit zum Vorbild an Disziplin und Einschätzung der Fähigkeiten seines Reichs gereichte.

Die Rast ist vorbei, und hoch haste ich steil zu Meilenkastell 39 auf den Peel Crags. Wieder ist es ausgezeichnet erhalten, kein Wunder, denn an Steine, die man hätte abtransportieren können, war in dieser ausgesetzten Lage nicht leicht zu kommen.

Immer weiter auf und ab, bis zum Abend. Schafgeblöke allüberall auf den Weiden links unter mir. Ich spüre Blasen an meinen Fußsohlen, als ich mein nächstes Nachtlager suche. Wo ist ein Bach, um Wasser zu tanken? Wo ist das Gelände flach und trocken? Wo kein neugieriges Publikum? Sicher nicht auf der Höhe der Winshield Crags, wo der Wall mit 345 Meter seinen höchsten Punkt erreicht. Der Pylon des Vermessungspunkts muss als Fotomotiv herhalten, genau wie die in Blüte stehenden Fingerhüte an der restaurierten Mauer des Hadrianswalls. Wo aber schlafen? Ich finde eine brauchbare Stelle im Farn neben einer Quelle ein Stückchen abseits des Hadrianswalls hinter der Caw Gap.

Als erstes müssen meine Blasen ein Pflaster sehen. Als nächstes muss ich meine nassgeschwitzten Socken zum Trocknen in den Abendwind auslegen, auf die Farne hängen. Der Himmel bezieht sich mit Wolken, schlechtes Zeichen. Ich hole vorsichtshalber meinen Regenumhang heraus.

Die zweite Nacht im Freien ist viel weniger aufregend als die erste. Alles wird durch Gewöhnung zur Routine. Schon finde ich es nicht mehr bemerkenswert, was ich da tue.

Zu allem Überfluss fängt es in der Nacht an zu regnen. Erst hält mich das Geräusch der Tropfen um mich herum wach, dann nehme ich auch das als gottgegeben hin und schlummere in einen nasskalt-feuchten Morgen hinein, nebelverhangen, durchweicht. So müssen sich römische Soldaten nach einer verlorenen Schlacht gefühlt haben, wenn sie überhaupt überlebt haben.

Ich schleppe mich weiter. Meine Papier-Unterlagen durchnässt und in Auflösung begriffen. Zu hören jetzt nur noch das Gekreisch unzähliger Krähen. Wandern kann auch Leiden bedeuten … „Ad Fines Imperii Romani“ bedeutet nicht nur, den Grenzen des Römischen Imperiums entlang zu schleichen, sondern auch meinen eigenen Grenzen entgegen zu gehen.

Ein paar Tage später, in Carlisle, ist alles vergessen. Ich genehmige mir den Besuch des sehenswerten Tullie House Museums und seiner römischen Sammlungen. Dann nehme ich wieder meine Richtung nach Westen auf, und jetzt verflacht alles: Weder ist die Landschaft noch besonders erwähnenswert, noch gibt es römische Reste zu sehen. Die letzten Tage durch die Marschen des Solway Firth schleppe ich mich nur noch als dringend erholungsbedürftiges Bündel dahin. Die Belohnung für alle Mühen wartet in Bowness-on-Solway, dem Endpunkt des Hadrianswalls: Ein hübsches Quartier im Wallsend Guest House lässt alle Schwierigkeiten, Brennnesseln, Insektenstiche, brennenden Füße, ausgeleierte Hüften vergessen. Ich lasse heißes Wasser in die Badewanne ein … römische Wellness im Badehaus!

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Wolfgang Schaub

Wolfgang Schaub, 75, hatte das Glück, achtjährige bei Ferien im Kleinen Walsertal ein „Zollausschlussgebiet“ kennenzulernen, mit seiner gespaltenen Grenze. Dann stand er einmal zugleich in 2 Ländern. Daraus wuchs eine lebenslange Begeisterung für Grenzen und ihre menschengemachten, oft grotesken Phänomene. Seine 14-bändige Serie „602 + 70 + 45 und noch mehr Grenzsteine“ erzählt über die Entstehung und eine virtuelle Wanderung entlang der komplexen Pyrenäengrenze. > www.gipfel-und-grenzen.eu

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